Fotowerkstatt bei einem Drogeriemarkt in Fürth

Einen Monat ist es nun her, dass ich bei einer Fotowerkstatt mitgemacht habe.

Zeit, ein Resümee zu ziehen.

Vorher aber ein paar kurze Worte dazu: Schon seit einigen Jahren bietet die Drogeriemarktkette DM kostenlose Fotokurse (Fotowerkstatt) an. Die Teilnehmerzahl ist dabei immer begrenzt und die Anmeldung erfolgt ca. einen Monat vorher über die Webseite. Der Dozent ist ein erfahrender Fotograf: Andreas Schlote

Der Kurs startet in der jeweiligen Filiale und nach einer kurzen Begrüßung geht es dann auch schon ans Photographieren. Nach ein paar Stunden dann kehrt man wieder in die Filiale zurück, druckt ein paar Bilder aus und bespricht die Ergebnisse.

Der Kurs richtete sich an Anfänger, die zumindest schon mal eine Kamera in der Hand hatten. Die Teilnehmer sollten dabei ihre eigene Kamera mitbringen, um damit den Umgang zu lernen. Ein großer Vorteil, denn die Einstellungen sind nicht immer an den gleichen Stellen zu finden. Der Dozent kannte sich mit jedem Modell aus und konnte bei Bedarf helfend unter die Arme greifen.

Belichtungskorrekturen

Die Inhalte der Fotowerkstatt lagen bei Belichtungskorrektur, über Fokus, Weißabgleich bis hin zu Beleuchtung und Blende. Es wurden viele Details erwähnt und erklärt, aber dennoch war die Information nicht überladen. Durch einfache und anschauliche Fotoaufgaben konnten die Teilnehmer dann jeden Themenabschnitt auch gleich mal ausprobieren. Da der Dozent die Aufgaben mit Bedacht gewählt hatte, konnte man auch gleich sehen, wie sich die unterschiedlichen Einstellungen auf das Foto auswirken.

Dasselbe Motiv aber mit verschiedenem Weißabgeleich (Automatisch, Sonne, Glühlampe)

Nach ca. 3 Stunden ging es dann wieder zurück in die Filiale. Dort wurden ein paar Fotos ausgedruckt und besprochen. Zeit für Fragen war auch noch und am Ende ging jeder mit einem Sack voll Information und Inspiration nach Hause.

Spielereien mit dem Fokus

Für mich selbst kann ich sagen, dass ich Vieles schon gewusst habe, aber mir waren die Auswirkungen oder das “Wann wende ich was an” nicht so klar. Dahingehend hat mir die Fotowerkstatt auf jeden Fall etwas gebracht, da ich nun Theorie und Praxis viel besser zusammenführen kann. Als aktuelles Beispiel sei unser Instagrampost zu “Peter Pans Pleiten Pech und Pannen” genannt: die Legomännchen in dem Bild sollten alle scharf abgebildet werden, was mir die Automatik der Kamera aber nicht hergab. Aber der Kurs hat mich gelehrt: kleine Blende (große Blendenzahl) ist gleich mehr Tiefenschärfe. Aber auch längere Belichtungszeit bei niedrigem ISO. Also fröhlich eingestellt – passt.

Richtige Fotos zu machen ist ein Prozess, der viel mit Übung zu tun hat. Klar, beim Urlaubsschnappschuss überlegt man nicht lange und läßt die Kamera die Einstellungen wählen, aber wenn man bewußt auf Fotosafari geht oder kleine Kunstwerke auf digitalem Zellulloid zaubern möchte, dann sollte man nicht alles der Kamera überlassen. Und genau das wurde den Teilnehmern vermittelt.

Ich für meinen Teil habe einiges aus dem Kurs mitgenommen. Technik, Inspiration und vor allem die Bestätigung, daß ich mit meinen Bemühungen über die Jahre hinweg schon irgendwie auf dem richtigen Weg war. Was jetzt noch bleibt, ist, das Gelernte besser anzuwenden.

Quelle: Alexander Brock

 

 

 

 

 

 

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