West End LIVE 2018: das große gratis Musical-Event in London, Teil 1

Bereits im 14. Jahr präsentierten sich Shows und Künstler der Londoner Musicalszene einem großen Publikum am Trafalgar Square – das tolle daran, es ist GRATIS!

West End LIVE wird vom Westminster City Council und der Society of London Theatre mit Unterstützung des Londoner Bürgermeisters präsentiert. Das Festival dient dazu das Kulturangebot der Londoner Musicalszene zu feiern und zu bewerben und ist seit Jahren ein fixer Bestandteil des Kulturkalenders. Der Beliebtheitsgrad steigt von Jahr zu Jahr. Meist findet es am letzten oder vorletzten Wochenende im Juni statt. Will man genau zu dem Wochenende in London sein, kann man ca. 3-4 Monate vorher beginnen das Internet nach etwaigen Hinweisen abzusuchen. Auf der offiziellen Webseite (www.westendlive.co.uk) ist es für dieses Jahr relativ spät erschienen.

Das unglaubliche und man muss es wirklich öfters lesen, um es glauben zu können, man benötigt kein Ticket dafür, da man keinen Eintritt zahlt. Natürlich kann es passieren, dass, wenn man zu spät kommt, nicht mehr in den eingezäunten Bereich kommt, aber selbst von ein paar Stellen außerhalb könnte man rein theoretisch zusehen. 2018 war es nicht so, dass der Platz total zugestopft war mit Leuten. Um an vorderster Front mit dabei zu sein, nahmen allerdings einige schon stundenlange Wartezeiten vor Einlass in Kauf. Ich persönlich habe mich an beiden Tagen für 1,25 Stunden vor Einlass entschieden vor Ort zu sein. Am Samstag war die Warteschlange relativ lang, am Sonntag hatte ich das Schild zum Eingang A schon in Sichtweite. Tipp: am besten irgendetwas mitnehmen zum draufsetzen, wer möchte schon vor dem eigentlichen Konzert stundenlang stehen? Viele Fans haben fast schon regelrechte Picknicks auf den Gehsteigen gemacht und so sauber sind diese auch wieder nicht.

Sicherheitskontrollen und ein Taschencheck verlangsamten den Einlass etwas, aber war man einmal relativ kurz nach Einlass auf dem Gelände zerstreute sich eigentlich das Publikum und man konnte sich noch einen Platz aussuchen. Viele wollten direkt vor der Bühne stehen, somit war dieser Bereich schnell voll. Allerdings, wenn man die zwei Brunnen, die den Platz dominieren umrundete, dann konnte man ohne weiteres auch noch sehr weit nach vor gelangen und sah dort auch hervorragend.

Ist man einmal in der Menge und möchte hinaus, ist natürlich der Platz weg. Somit sollte man sich gut vorbereiten. Es gibt zwar einige Möglichkeiten am Geländer auf’s WC zu gehen, aber wenn man seinen Platz verteidigen möchte, dann sollte man einige Stunden durchhalten können. Da die Veranstaltung über die Mittagszeit geht, sollte man sich auch etwas zu essen mitnehmen, die Show wird ab und an durch kleine Werbevideos oder Liveschaltungen von der Katycam unterbrochen, diese Zeit kann man dann nützen, um sich schnell zu stärken, denn stundenlang stehen ist keine Kleinigkeit. Genug zu trinken sollte auch dabei sein. Falls die Wettervorhersage gutes Wetter verspricht, ist eine Kopfbedeckung und Sonnenschutz zu empfehlen, da man sonst ungeschützt von der Sonne beschienen wird.

Auf dem Areal gab es einige Stände, wo man sich stärken konnte und einige Stände wie z.B. Benjamin Pollock’s Toyshop oder Forbidden Planet. Ebenso konnte man vor Ort gleich am TKTS Stand Tickets für die kommenden Shows buchen, es waren genug vorrätig. Auch konnten Souvenirs wie T-Shirts, Tragetaschen, Magneten oder Schlüsselringe mit einem Bezug zur Veranstaltung käuflich erworben werden. Eine Broschüre mit allen wichtigen Infos zum Event gab es gratis für die Besucher.

Partner der Veranstalter war auch Magic Radio. Dieser Sender stellte auch einen Teil der Moderatoren. An den beiden Tagen waren dies: Tom Price, Angie Greaves und Harriet Scott. Des weiteren moderierten Schauspieler Tom Chambers und Musicaldarstellerin Ruthie Henshall. Unbedingt zu erwähnen sind Marco Nardi und Sue MacLaine, die vor der Bühne rechts alle Shows und Moderationen mittels Gebärdensprache übersetzen. Nardi übernahm den kompletten Samstag, den Sonntag teilten sich beide. Vor allem Nardi fiel auf und begeisterte, da er regelrecht mitsang und –tanzte. Besonderes Highlight war es natürlich, wenn die Darsteller in den Originalkostümen auftraten.

Wer nach diesen beiden Tagen nach dieser geballten Ladung an Musicalsongs nicht zumindest einen Ohrwurm behalten hatte, dem ist auch nicht zu helfen oder der war fehl am Platz. Auf jeden Fall macht das erste Mal fast schon süchtig nach mehr, 2019 findet das Ganze wieder statt und wer weiß, vielleicht sind wir wieder dabei…

Quelle: Andrea Martin

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