Wer ist … Percival?

Seid ihr bereit für das Abenteuer den Sänger Percival etwas näher kennenzulernen? Wir haben uns darauf eingelassen und möchten an dieser Stelle gerne das Ergebnis präsentieren.

Möglicherweise haben ihn einige das erste Mal in der Show „The Voice of Germany“ wahrgenommen. 2011/2012 nahm er daran teil. Aber kannte man ihn aufgrund dieser paar Auftritte wirklich? Er ist definitiv der Meinung „nein“. Wir haben versucht den sonst vielleicht etwas unnahbar wirkenden Sänger aus der Reserve zu locken und haben festgestellt, dass er ein Mensch wie jeder andere auch ist, aber eben mit einer eigenen Meinung, die er auch vertritt.

Percival ist ein Rocksänger mit musicalischem (Schauspiel, Theater und Tanz) Hintergrund. Er selbst sieht sich als Freigeist, der aus einer „kleinen Stadt“ in Texas kommt, die sich Dallas nennt. Aufgewachsen ist er mit viel klassischer Musik, da seine Mutter klassisches Klavier und Orgel spielte. Nach einigen Auftritten in Broadwaymusicals verschlug es ihn nach Europa. Dort unterstützte er namhafte Künstler bei ihren Studioaufnahmen und bei TV- und Liveauftritten. Je länger er tourte (er wohnte u.a. bereits in London, Berlin, Hamburg, Köln, Stockholm oder Rom) umso mehr fand er zu sich selbst und entdeckte den Sound, der ihn von nun an begleiten sollte. Nach 20 Jahren in ganz Europa wollte er ein wenig die Kultur wieder um sich haben, die ihn an seine Kindheit erinnert. Den richtigen Ort dafür fand er in Wien, wo er aktuell auch lebt.

Zurück zu „The Voice of Germany“. Wir wollten wissen, ob ihm diese plötzliche TV Präsenz geholfen hat. Die Antwort ist klipp und klar „ja natürlich“. Statt bislang 100 oder 200 Leute bei einem seiner Konzerte hatte er nunmehr 1000 oder 2000. Sein Publikum, dem er sehr dankbar ist, lässt sich allerdings nicht typisieren. Von der Hausfrau über Motorradfahrer, Rechtsanwälten, Teenager, arm, reich, schwarz, weiß, alle Schichten sind vertreten. Auch der Sänger selbst will sich nicht in eine Schublade stecken lassen, genauso wie er offen für alles und jeden ist. Er steht für Akzeptanz und wenn ihn jemand nicht akzeptiert, dann eben nicht, man kann es nicht jedem recht machen.

An einer Castingshow würde er nicht noch einmal teilnehmen, diese Zeiten sind vorbei. Er wurde allerdings auch schon oft um Rat gefragt, betreffend der Teilnahme an solchen Shows. Sein Ratschlag „nimm nur teil, wenn du du selbst sein kannst!“ Um ihn in seiner Muttersprache zu zitieren: „Fake is boring. Sweet is boring. Just be real.“

Percival selbst bezeichnet sich als sehr temperamentvoll und er weiß, was er möchte. Für ihn gibt es keine Kompromisse, wenn er erst einmal auf sein Herz gehört hat. Lügen gehen für ihn gar nicht, da er die Wahrheit oft viel unterhaltsamer findet. Möglicherweise empfinden viele Personen, die ihn das erste Mal sehen und erleben als Kunstfigur, aber „Whatever it is I do, whether onstage or in my private life, is real. VERY real.“ (auch hier wollten wir seine eigenen Worte für sich sprechen lassen).

Natürlich haben wir ihn dann auch zu seinem Lebensinhalt, der Musik, befragt. Seine Songs handeln meist von persönlichen Stärken oder haben politische Hintergründe. Auch seine Gedanken, wie er sein Leben am liebsten leben möchte verpackt er darin, egal was die anderen davon halten. Ob er Träume hat? Er lebt ihn!

Sein Album „Killing Butterflies“ steht in den Startlöchern. Es heißt „Killing Butterflies“. Die erste Single „Little finger“ (an wen dieser Song gerichtet ist, überlassen wir ganz der Phantasie des Zuhörers) und das dazugehörige Video wurden soeben veröffentlicht. Neugierig geworden wollten wir natürlich wissen, ob Percival etwas gegen niedliche kleine Schmetterlinge hat. Die erste Reaktion ist natürlich ein Grinsen. Die Schmetterlinge sieht er als eine Metapher. Percival: „Sie stehen für Perfektion und Frieden. Aber nichts davon existiert wirklich. Wir leben in einer harten Wirklichkeit, die wir aber tunlichst ignorieren und das macht alle Probleme nur noch größer. Mein Lösungsansatz „kill the butterflies“ und dann wirst du die Wirklichkeit zu Gesicht bekommen. Ich habe mein Album der Menschheit gewidmet“.

Nach dem Erscheinen seines Albums wird ihn seine Tour ab November nach Deutschland und in die Schweiz führen. Österreich und einige osteuropäische Länder kommen dann 2019 dran. Wien steht im Moment nicht am Tourplan, da er in der Stadt, in der er gerade wohnt gerne eine gewisse Privatsphäre genießt. Über Tour und Album kann man sich auch auf seiner Fanpage (die er auch selbst administriert) www.percivalspage.com oder auf www.facebook.com/percivalspage informieren.

 

Der Sänger schreibt und komponiert natürlich auch eigene Songs bzw. hat ein paar Leute, die ihn als Co-Autor unterstützen. Er will voll und ganz dahinterstehen können und ist der Meinung, dass man das nur kann, wenn man auch etwas zu dem Titel beigesteuert hat. Das aktuelle Album „Killing Butterflies“ ist hauptsächlich in Zusammenarbeit mit seinem Gitarristen und Produzenten Engel Mayr (Wien) entstanden. Die Ideen stammen aus seinem Leben und dem Leben, was sich rund um ihn herum abspielt. Und er hat schon viel gesehen, also werden ihm vermutlich die Ideen nicht so schnell ausgehen.

Dass Percival schon öfters Autogramme geschrieben hat, steht außer Frage, was waren aber die außergewöhnlichsten Wünsche in der Hinsicht? „Ich habe schon auf Frauenbrüsten unterschrieben, aber auch das Hinterteil eines Mannes war dabei ;). Ein Mädchen wollte doch tatsächlich einmal ein Autogramm auf einem Tattoo. Aber nicht irgendeines – sie hatte sich mein Gesicht auf ihr Bein tätowieren lassen. Das war schon schräg, ich habe somit auf meinem eigenen Gesicht unterschrieben.“

Inspiration fand und findet er hauptsächlich bei Sängern, die einzigartig sind und sich aus der Masse hervorheben. Er nennt diese „fire-starters“. Dazu gehören seiner Meinung nach Janis Joplin, Joni Mitchell, Led Zeppelin, Jimi Hendrix, Anita Baker, Chris Cornell, Mariza (portugiesischer Fadosänger), Tori Amos und jüngst hat er auch die Band Alabama Shakes für sich entdeckt, auf die er sehr abfährt. Passend dazu wollten wir noch wissen, ob er gerne einmal ein Duett mit irgendwem singen möchte. Auch hier nennt er uns ein paar Namen: Gianna Nannini, Mariza, Pink, Brittany Howard (der Leadsänger von Alabama Shakes) oder Katey Brooks (sie ist eine junge, noch nicht so bekannte englische Sängerin, die Percival wunderbar findet).

Mit einigen großen Namen war er ja schon unterwegs, entweder im Vorprogramm oder als Backgroundsänger. Ob er uns hier vielleicht ein Erlebnis erzählen möchte, das er nicht vergessen wird? Toll war für ihn, dass er Alanis Morrissette getroffen hat und mit ihr backstage nach der Show abhängen konnte. Das gleiche gilt für Skin und ihre Band Skunk Anansie. Sie ist seit Jahren eine gute Freundin.

Percival hat meist sehr viel Schmuck an sich, als Talisman würde er aber trotzdem nichts bezeichnen. Vieles, so verrät er, wurde ihm geschenkt und viele der Stücke sind groß, schreiend und ausdrucksstark, genau wie er selbst. Die meisten seiner Tattoos hat er sich nur zum Spaß machen lassen, aber eines, das japanische Zeichen für „ewig“ hat er sich machen lassen, nachdem seine Mutter vor 17 Jahren gestorben war.

Auf Emojis steht Percival überhaupt nicht und verweigerte auch eine Selbstbeschreibung mittels dieser. Viel lieber lässt er sein Gesicht selbst Bände sprechen, zumal ihm schon oft gesagt wurde, dass er sehr charakteristische Gesichtszüge hätte. Wir können dem nur zustimmen und lassen demnach ein Bild als Abschluss für Percival sprechen.

(c) Mia Royal Köln

An dieser Stelle vielen Dank an Percival für das Rede und Antwort stehen und viel Erfolg mit der Verwirklichung seiner Pläne.

 

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