Making Of: Instagram “Der Feuervogel” im Landestheater Coburg

Wie kommt man von einer Idee zum Resultat ? Ein Blick in den Schaffensprozess für den Instagrampost zu “Der Feuervogel”

Bekanntermaßen schreiben wir kleine Vorankündigungen bevor wir uns eine Produktion ansehen.

Das ist der einfache Teil.

Wir versuchen aber auch, Euch zusätzlich durch Instagramposts zu zeigen, was wir so vorhaben. Damit das nicht langweilig wird, sollten die Posts abwechslungsreich werden. Und genau da liegt das Problem :-).

Ideenfindung ist nicht einfach

Wer kennt das nicht ? Man möchte unbedingt etwas Kreatives auf die Beine stellen und ausgerechnet dann läßt einen die Kreativtät im Stich. Oftmals geht mir das auch so.

Für den Ballettabend “Der Feuervogel” des Landestheaters Coburg hatte die Denkblockade zumindest mal Pause und schnell war die Idee für einen Instagrampost geboren.

Also ran ans “Zeichenbrett”
und los mit dem Konzept!

Das Konzept

Das Konzept war recht schnell erstellt und grob auf einem Papier skizziert. Wie man sieht: Auch Leistungskurs Kunst konnte den Expressionimus nicht unterdrücken oder in andere Bahnen lenken, aber für eine Skizze reicht es ;-).

Schnell war auch klar, welche Teile des Wortgebildes noch erstellt werden mußten, welche man als Fotos im eigenen Fotoarchiv finden kann und welche einfach nur als Text im Graphikprogramm hinzugefügen werden können.

(c) kulturaspekte.de
Konzept

Modelle aussuchen

Ich habe mich als ersten Schritt für die Fotos entschieden, die noch gemacht werden mußten. Zum Glück konnte ich auf meine Modelagentur zurückgreifen und in kürzester Zeit waren die Weltstars verfügbar. Noch schnell das Studio und das Equipment aufgebaut und schon konnte das Photoshooting losgehen.

(c)kulturaspekte.de
Modelle

 

Foto vorbereiten

Das Fotogestell ist Marke Eigenbau und mittlerweile ein unerlässlicher Partner für Fotos und Trickfilme geworden. Beim “Feuervogel” war es allerdings unterfordert, aber mehr als Hintergund und Untergrund brauchte es ja auch diesmal nicht.

Nachdem die Fotos zur Zufriedenheit geschossen waren (der Feuervogel zierte sich etwas und brauchte mehrere Versuche bis das Gesamtergebnis passte – einmal mit Profis arbeiten…), ging es zurück an den Rechner um sich um die Tages- und Zeitanzeige zu kümmern.

Check – Mission “Photoshooting” accomplished

Weitere Fotos aussuchen

Für den Tag “16. Juni” (“Heute”) mußte ein Screenshot aus einem Googlekalender herhalten. Die digitale Zeitanzeige konnte ich mir durch einen Onlinegenerator zusammenklicken. Das war also – zum Glück – schnell erledigt.

Check – Mission “Date and Time” accomplished

Nicht so schnell erledigt war die Suche nach den fehlenden Fotos in dem eigenen Fotoarchiv. Dort tummeln sich mittlerweile so um die 80.000 Fotos, gemacht in 18 Jahren aber leider – immer noch nicht – richtig katalogisiert. Ich war nun mal jung und unerfahren damals und Verschlagwortung ? Was ist das ? … Wenigstens weiß ich meist wann wir ungefähr wo waren und so hangelte ich mich durch bis ich dann Fotos vom Landestheater Coburg fand. Schnell war eine engere Auswahl gefunden.

Danach noch ein Foto für “Abend” – keine Ahnung, ob ich ein Foto von einem Sonnenuntergang habe – die Schlagworte fehlen schließlich – aber ich wußte zumindest, daß beim letzten Vollmond ein recht ansehliches Foto herausgekommen. Da “Abend” und “Nacht” ja nicht allzu weit auseinander liegen, mußte eben das Vollmondfoto herhalten.

(c) kulturaspekte.de
Auswahl von Fotos aus dem eigenen Archiv

Check – Mission “Find the pics” accomplished

Alle Dateien zusammenfassen

 

Der ganze Prozess hat nun ungefähr eine Stunde in Anspruch genommen. Es war: 7:17 an einem Samstagmorgen.

Die gesammelten Quellen dann bloß noch zusammenfassen und schon konnte es weitergehen.

(c) kulturaspekte.de
Zusammenfassung der Dateien

Graphik in GIMP erstellen

Nun durfte endlich das Graphikprogramm die Bühne des Schaffens betreten. Mein Programm der Wahl war dabei GIMP. Ich gebe zu, daß ich lange Zeit mit Photoshop gearbeitet habe und mit GIMP noch nicht so richtig zurechtkomme, aber nachdem meine Photoshopversion schon in die Jahre gekommen war und ich das Abomodell des Anbieters nicht wirklich mag, habe ich mich für eine kostenfreie Variante entschieden.

Das Vorgehen war in diesem Fall zum Glück nicht so schwer. Neues Bild erstellen, die Quellen anordnen und noch die Texte dazu. Ein wenig Pixelschieberei für die Ausrichtung und schon war das Gesamtkunstwerk fertig.

(c) kulturaspekte.de
Fertiges Bild in GIMP

Das Resultat

 

(c) kulturaspekte.de
Resultat

Was fehlte war nun nur noch der Text und die Hashtags.

Pfft… das ist doch das kleinste Problem…

Wirklich ? Der Text vielleicht schon, aber die Hashtags sind schon eine Wissenschaft.

Das Problem ? Die Sozialen Medien sind schnellebiger als ein Atemzug, wer gesehen werden will, und sei es nur für mehr als einen schnellen K(l)ick, der muß dafür sorgen, daß er irgendwo auch mal auftaucht. Gerade bei Instagram ist das stark von Hashtags abhängig. “Schlaue” Algorithmen wissen genau, was die Benutzer mögen und deshalb auch sehen möchten. Posts von Freunden oder zeitliche Sortierung ? Ist doch egal! Von daher: Hashtags setzen, damit man wenigstens eine kleine Chance hat.

Nachdem dann endlich alles eingetütet und zum Posten bereit war: *Klick* – und hinaus in die Welt. Flieg hoch, kleiner Feuervogel.

Klicks kamen dann auch. Ein paar. Wie immer halt, wenn man nur ein Tropfen auf dem Meer des Social Media ist.

Lohnt sich das ?

Keine Ahnung. Aber die zwei Stunden Spaß, an einem Samstagmorgen, vor dem Frühstück – die waren es allemal wert.

Quelle: Alexander Brock

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