Rezension CD “Betty Blue Eyes” aus dem Theater Linz: Saugut

Ein englisches Städtchen 1947. Einige Geschäftsleute des Ortes planen, zur Vermählung von Prinzessin Elizabeth und Prinz Philip ein Bankett zu veranstalten. Dazu muss natürlich ein schönes Stück Fleisch her – aber Lebensmittel sind rationiert und der Konsum von nicht lizenziertem Fleisch verboten. So kommt die Idee auf, Betty – ein rosa Traum von einem Schwein – illegal zu mästen. Fußpfleger Gilbert Chilvers kriegt Wind davon und lässt sich von seiner Frau Joyce anstiften, Betty zu stehlen. Aber wer kann eine Sau schlachten, die einen freundlich aus tiefblauen Augen anschaut? – Inhalt des Stücks übernommen vom Landestheater Linz.

Klingt nach einer sauguten Geschichte für ein Musical. Auch wenn es so witzig und leicht klingt, wie auch die Musik, hat die Geschichte dennoch wieder eine Moral. Und so soll es doch auch sein, man kann sich in der Geschichte verlieren und darüber lachen, und dennoch denkt man darüber nach und läßt die Moral auf sich wirken.

Darsteller / Sänger:
Gilbert Chilvers, Fußpfleger: Rob Pelzer
Joyce Chilvers, seine Frau: Kristin Hölck
Mutter Dear, Joyces’ Mutter: April Hailer
Dr. James Swaby, Arzt; Thorsten Tinney
Henry Allardyce, Steuerberater: Jonathan Agar
Francis Lockwood, Anwalt: Peter Lewys Preston
Wormold, Fleischinspektor: Riccardo Greco
Nutall / Sutcliffe / Ensemble: Christian Fröhlich
Mrs. Lester / Ensemble: Ruth Fuchs
BBC-Sprecher / Ensemble: Brady Harrison
Mrs. Lockwood / Girl Trio / Ensemble: Hanna Kastner
Barmann / Ensemble: Wei-Ken Liao
Mrs. Turnbull / Girl Trio / Ensemble: Suzana Novosel
Barraclough / Prinz Philip / Ensemble: Thomas Karl Poms
Mrs. Allardyce / Ensemble: Kira Primke
Veronica Allardyce / Ensemble: Sabrina Reischl
Sergeant Noble / Ensemble: Gernot Romic
Mrs. Metcalf / Mrs. Tilllbrook / Ensemble: Ariana Schirasi-Fard
Mrs. Roach / Girl Trio / Ensemble: Tina Schöltzke
Betty (Puppenspiel) / Kitt / Ensemble: Lynsey Thurgar
Prinzessin Elizabeth / Ensemble: Nina Weiß
Ensemble: Bonifacio Galván
Metcalf / Cunliffe / Ensemble: Tomaz Kovacic
Ensemble: Ulrike Weixelbaumer, Jonathan Whiteley

Die CD macht wirklich Lust auf dieses Musical. Unsere Redakteurin Andrea hatte die Gelegenheit, das Stück auch in live zu sehen. Ihren Eindruck dazu gibt es hier. Die Musik klingt wie aus der Zeit, in der das Musical spielt und die Stimmen transportieren die Gefühle der Sänger/Darsteller wunderbar ins Ohr des Zuhörers. Vor dem geistigen Auge erwacht “Betty Blue Eyes” zum Leben und man leidet, lacht und liebt mit den Sängern und dem Schweinchen.

Songs:
01-Ouvertüre
02-Wohlstand für Jedermann
03-Ein Laden am Platz
04-Zauberhände
05-Malen mit Stil
06-Es gibt Niemanden
07-Ein wahres Festmahl
08-Betty Blue Eyes
09-Löwenherz
10-Stiehl das Schwein
11-Ein Sieg für uns, die kleinen Leute
12-Ein Geruch füllt die Luft
13-Schwein, kein Schwein
14-Was für ein Mann bin ich ?
15-Seit dem Krieg
16-Ein wahres Festmahl – Reprise
17-Finale Ultimo: Geständnisse
18-Zauberhände – Reprise
19-Applausmusik: Betty Blue Eyes – Reprise

Die 19 Songs, leider sind es nicht mehr, entführen schon vom ersten Ton an ins England der vierziger Jahre und verlassen diese Zeit auch nicht wieder. Das macht diese CD einfach hörenswert. Auch die Stimmen der Sänger und das Orchester lassen träumen und zaubern hier und dort ein Lächeln auf die Lippen.

Und was ist nun die Moral von der Geschichte: Manchmal muss man(n) einfach Schwein haben? Nein, nein, so leicht machen wir es nicht. Die Moral muss man sich schon erhören.

Quelle: Chrissy Brown Eyes 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Do NOT follow this link or you will be banned from the site!