Ich, Subjektiv: Borchert Beflügelt – Mehr als “nur” ein Liederabend

Was für ein Abend!

Ich meine damit nun nicht unbedingt die Musik oder das Konzept des Abends an für sich (diesen haben wir schon ausführlich lobend besprochen), sondern ich meine das, was bleibt und was geblieben ist.

Sicher, vermutlich könnte so mancher ein paar Songs schreiben, eine Geschichte erfinden, die Songs darin einbetten und dem Publikum Glauben machen, daß man seine Lebensgeschichte erzählt, obwohl nicht ein mal ein Achtel davon stimmt. Wird beim Publikum für den Moment bestimmt auch ankommen. Die Betonung liegt auf: für den Moment.

Nicht so an diesem Abend. Die Worte waren ehrlich, ebenso die Texte und auch die Musik. Ein Abend von Herzen und fürs Herz. Das, was gesagt wurde, war auch so gemeint – das hinterläßt einen bleibenden Eindruck.

Die Intention des Abends war nicht das Herabspulen eines Programms, sondern eine Mission. Die Mission etwas zu geben – Mut, Einsicht, Gelassenheit und gute Laune. Etwas, daß man einpacken und mitnehmen kann. Aber nicht nur das, auch viel zum Nachdenken und Reflektieren über den eigenen Weg, den man bisher gegangen ist und den man gehen muß, will oder möchte.

Thomas Borchert gab viel von sich und man merkte, daß es von Herzen kam. Es waren keine gelernten Texte oder Phrasen, die ein Künstler daher sagt, weil es die Rolle so verlangt. Es waren Worte, die die Rolle Borchert wirklich sagen wollte, weil es gesagt werden mußte und wollte. Soviel pure Ehrlichkeit tut gut. Einem selbst und auch dem Genre, wo es doch an vielen Stellen um Geld, Ruhm und Bekanntheit geht und Ehrlichkeit nicht immer gefragt ist.

Ich selbst habe viel aus dem Abend mitgenommen (nicht nur die Tatsache, daß ich das nun das Wildschweingehege in Fürth mit anderen Augen sehe, dem Wildschweinduett sei Dank…). Wie eingangs gesagt: nicht unbedingt die Musik, die kann ich auch noch mal auf der CD “Midlife” hören. Es ist mehr das Gefühl des Abends, die Eindrücke, die geblieben sind und die Gedanken, die sich in das Bewußtsein geschlichen haben.

Von daher: Vielen Dank!

Quelle: Alexander Brock

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