“Borchert Beflügelt”: Beflügelt, Begeistert, Borchert

Es gibt Abende, die vergißt man so schnell nicht. Der gestrige Abend gehört auf jeden Fall dazu. In privatem Rahmen lud Thomas Borchert in das Stadttheater Fürth und nahm die Anwesenden mit auf eine emotionale und fast schon intime Reise durch sein Leben mit. Wie mit alten Freunden plauderte er über sein bisheriges Leben mit den Zuhörern und ganz nebenbei erfuhr man auch, daß er und Fürth nun auf immer auf eine sehr schöne Weise mit einander verbunden sind. Und sein very very very special guest (Navina Heyne) war in Fürth auch an seiner Seite. Und zusammen sorgten die beiden für nochmals besondere Stimmung.

Thomas Borchert berichtete dem Publikum von seiner schweren Zeit und wie er damit umging, und auch von der Tatsache, dass er sich ja nun über der Mitte seines Lebens befindet und wie er damit umgeht. Trotz des ernsten Themas kam dennoch keine negative Stimmung auf, denn der Künstler klärte das Publikum darüber auf, dass er nun sein Leben in vollen Zügen genieße. Ein runder Geburtstag, egal welche Zahl vorn steht, ist kein Todesurteil. Dies können wir aus eigener Erfahrung bestätigen, mehr dazu weiter unten.

Die CD zu dem Abend hatten wir bereits rezensiert. Doch nun die Lieder auch live zu hören und die Geschichte dazu zu erfahren, hob das Ganze nochmal auf eine komplett andere Stufe. Denn so versteht man, warum manche Lieder so melancholisch sind und wieder andere so leicht und beschwingt.

Dass Thomas Borchert ein musikalisches Genie ist, muss man neidlos anerkennen. Mit einer Leichtigkeit spielte er auf dem Klavier und unterhielt sich dabei mit dem Publikum. Immer wieder improvisierte er und verzückte seine Zuhörer mit Anekdoten und musikalischen Einspielungen aus seinem Leben.

Seine Lieder, die alle komplett aus seiner Feder stammen, nehmen die Zuhörer sofort gefangen. Mit seiner warmen und sanften Stimme, die sich in die höchsten Gefilde schwingen kann, verschwammen sofort Raum und Zeit und man ließ sich einfach entführen. Die Lieder waren sanft und traurig, aber auch energiegeladen und kraftvoll, dann wieder zärtlich und leise. Auch bei seinem “älteren” Liedern erkannte man, dass sie aus einer anderen Zeit stammten.

Nach der Show hatte das Publikum die Möglichkeit, seine neue CD zu erstehen, inklusive einer Signatur vom Künstler. Diese Chance ließ sich auch Gregor nicht entgehen und bat den Künstler um ein gemeinsames Foto.

Eigene Gedanken:
Nimm das Leben nicht so ernst, du kommst da eh nicht lebend raus. Aus eigener “leidvoller” Erfahrung kann ich sagen, dass ein runder Geburtstag nichts Schlimmes ist. Vor ein paar Tagen hatte ich meinen vierzigsten Geburtstag und fühle mich noch immer wie zuvor. Auf die Frage ‘Na wie fühlt es sich an, vierzig zu sein?’ antworte ich grundsätzlich mit ‘Genauso wie mit 39, nur dass es in der Augenbraue sticht.’ Zur Erklärung: Ich habe mir ein Augebrauenpiercing stechen lassen.

Einige der Worte von Thomas Borchert regten jedoch auch mich zum Nachdenken an: Man lebt im Jetzt, nicht in der Vergangenheit, nicht in der Zukunft. Das stimmt, auch wenn man immer wieder an die Vergangenheit erinnert wird, ob man nun möchte oder nicht. Und dennoch zählt nur der Moment, das Jetzt. Es klingt wie ein Kalenderspruch und birgt doch so viel Wahrheit, über die auch ich noch immer nachdenke. Und dies ist nun nur mein “Senf” zum Thema.

Quelle: Christine

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