Es war immer da und ist jetzt doch wieder zurück… das Gärtnerplatztheater in München

2012 begannen die umfangreichen Renovierungsarbeiten, erst 2017 wurde die Generalsanierung abgeschlossen und der Spielbetrieb konnte wieder aufgenommen werden.

In der „theaterlosen“ Zeit trat das Ensemble in diversen anderen Münchner Theatern und bei Gastspielen auf. Auch die Werkstätten, Büros und Proberäume waren auf dem Gelände der ehemaligen Hochschule für Fernsehen und Film in München-Ramersdorf untergebracht.

Nunmehr müssen die Darsteller nicht mehr weit reisen, wenn sie proben möchten, da die drei Probebühnen ins Haupthaus integriert wurden. Ebenfalls unter deinem Dach befinden sich jetzt sämtliche Werkstätten von der Schreinerei über die Schlosserei bis zum Plastiker. Nur der Kostüm und Requisitenfundus ist nachwievor ausgelagert. Der 60-köpfige Chor des Gärtnerplatztheaters hat im neuen Chorsaal die Möglichkeit im Theater zu proben und auch einen größeren Ballettsaal gibt es. Ein schallgeschützer Orchesterprobensaal soll zukünftig auch für Veranstaltungen wie Kammerkonzerte oder Matineen eingesetzt werden.

Das Eingangs-Foyer wurde nur restauriert und rollstuhlfahrerfreundlich, sprich barrierefrei, gestaltet. Neu eingebaute Lifte sorgen für einen bequemen Transport in alle Ebenen.

Den Gästen bleibt eine große Änderung im Zuschauerraum verborgen; unter dem neuen Holzboden wurde auch eine neue, moderne Lüftung eingebaut. Zu jeder Jahreszeit soll sie für die passenden Temperaturen sorgen. Die Sitze bekamen neue Bezüge, der Look von vorher blieb aber erhalten. Die Bühne wurde etwas vergrößert, damit die seitlich sitzenden Zuschauer noch besser sehen können. Zum üblichen roten Theatervorhang gibt es jetzt auch einen sogenannten Wagner-Vorhang. Dieser geht nicht nur zur Seite auf, sondern wird auch gleichzeitig nach oben gezogen.

Auch der Orchestergraben wurde etwas adaptiert. Die Mitglieder des Orchesters bekamen neue Sitzmöglichkeiten und der Graben wurde 30cm tiefer gelegt, damit die größeren Instrumente auch genug Platz haben.

Im Bereich des Schnürbodens hat sich wenig verändert. Erneuert wurden die Beleuchtungsanlage, Video und Ton.

Wir haben uns bei unserem Besuch von „Priscilla – Königin der Wüste“ etwas umgesehen und fanden immer wieder etwas Neues zu entdecken. Besonders ansprechend waren die Wände des Foyers im ersten Rang und natürlich der tolle Ausblick auf den Gärtnerplatz mit dem noch dort stehenden Christbaum. Unsere Erkundungstour führte uns auch in das Pausenfoyer im Keller. Dieses war in schummriges, rotes Licht gehüllt, hatte bequeme Sitzgelegenheiten und sogar ein Klavier stand dort. Wunderschöne Luster an den Decken in den verschiedenen Räumen und kleinere an den Wänden sorgten dafür, dass man sich schon fast wie in einem Palast vorkam. Stichwort Luster, der riesige im Zuschauerraum war ein absoluter Hingucker und sobald das Licht anging, fuhr er langsam nach oben, was leider vielen entging, da natürlich schon die Blicke Richtung Bühne gerichtet waren.

Jetzt hat Intendant Josef E. Köpplinger eine Sorge weniger und das gesamte Team kann sich wieder wo heimisch fühlen. Der umfangreiche Spielplan, mit jeder Menge Premieren aus allen Genres wie auch Repertoireaufführungen, sowie sämtliche andere Infos über das Münchner Theater kann unter https://www.gaertnerplatztheater.de eingesehen werden.

Quelle: Andrea Martin

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