Livebroadcast des Ballets “Alice im Wunderland” aus dem Royal Opera House, 23.10.2017

Short english version below!

“Alice im Wunderland” – diese Geschichte muß nicht groß erklärt werden. Lewis Caroll schrieb diese wundersame Phantasie über eine Gartenparty, die zur Reise durch das Wunderland wird. Alice, das junge Mädchen, trifft viele verquere Gestalten und je tiefer sie in den Kaninchenbau eintaucht, desto verquerer werden sie. Eine Flucht aus der Realität – vor dieser langweiligen Gartenparty.

Brauchen wir das nicht Alle einmal ?

Nicht zuletzt ist das Aufgabe eines Theaters, ganz gleich wo auf dieser Welt. Eine gute und lohnende Gelegenheit für Realitätsflucht war die Liveübertragung des Ballets “Alice im Wunderland” aus dem Royal Opera House in Covent Garden.

Wie schon bei vorherigen Produktionen (wir berichteten), zeichnet sich das Royal Opera House durch Qualität aus. Schon bevor das Licht gedimmt wird und die Inszenierung beginnt, weiß man, daß es hervorragend werden wird. Das erweckt natürlich eine Erwartungshaltung, an der sich die Produktion messen lassen muß. Und mit “Alice” wurden die Erwartungen nicht enttäuscht, ja sogar übertroffen.

Mit den wundervollen Kostümen, dem phantastischen Bühnenbild, der schönen – ja sogar ungewöhlichen – Musik und den Tänzern der Extraklasse wurde “Alice im Wunderland” zu einem Bühnenerlebnis, das die drei Stunden Spielzeit im Nu verfliegen ließ.

“Alice” ist kein übliches Ballett, wie man es aus dem klassischen Bereich kennt. Die Produktion vereinigt die unterschiedlichsten Stile, teilweise sogar in ein und demselben Tanz. Eine enorme Herausforderung für die Tänzerinnen und Tänzer, die sie mit Bravur meisterten.

Auch wenn an dieser Stelle oftmals der Teil folgt, in dem die Leistungen der einzelnen Mitwirkenden hervorgehoben werden, soll hier in diesem Fall darauf verzichtet werden. Denn jeder war in seiner Rolle überragend. Ganz gleich ob in der Qualität des Tanzes oder des schauspielerischen Anteils. Man wurde selbst von der kleinsten Rolle vollkommen in diese Welt der Phantasie entführt, aus der man leider viel zu schnell wieder zurückgeholt wurde.

Es war eine Freude, dem Einfallsreichtum des Creative Teams zu folgen und sich von den digitalen Effekten verblüffen zu lassen.

Und somit sei an dieser Stelle allen Beteiligen ein großes Lob ausgesprochen!

Wer die Gelegenheit bekommt, sich die Produktion live – oder zumindest im Kino – anzusehen, sollte sie nicht verstreichen lassen. Vor einiger Zeit gab es auch eine TV-Ausstrahlung und weitere Informationen sowie Trailer sind auf Youtube zu finden. Es lohnt sich!

Short summary of our review: “Alice’s Adventures in Wonderland” is a fablulous tale which can be transerred in so many styles of productions. This production told the story mainly through dance and music; but also with acting and lots of emotions. The wonderful Royal Opera House Ballet, which has brought the piece of art to life, deserves as much applause as possibles since every single one of them showed a performance at it’s best.

Creative Team:
Entwürfe: Bob Crowley
Szenerie: Nicholas Wright
Lichtdesigner: Natasha Katz
Projektionsdesign: Jon Driscoll Und Gemma Carrington
Originale Tongestaltung: Andrew Bruce (Autograph)
Inszenierung: Christopher Saunders
Choreografieassistentin: Jacquelin Barrett
Ballettmeister: Gary Avis, Ricardo Cervera Und Jonathan Howells
Ballettmeisterin: Sian Murphy
Choreologie: Anna Trevien
Dirigent: Koen Kessels
Orchestra Of The Royal Opera House
Co-konzermeisterin: Ania Safonova
Leinwandinszenierung: Ross Macgibbon

Cast:
Alice: Lauren Cuthbertson
Jack/der Herzbube: Federico Bonelli
Lewis Carroll/Das Weisse Kaninchen: James Hay
Mutter/die Herzkönigin: Laura Morera
Vater/der Herzkönig: Christopher Saunders
Zauberer/Der Verrückte Hutmacher: Steven McRae
Rajah/die Raupe: Fernando Montaño
Die Herzogin: Gary Avis
Pfarrer/der Märzhase: Paul Kay
Kirchendiener/die Haselmaus: Romany Pajdak
Der Koch: Kristen McNally
Fischdiener: Tristan Dyer
Froschdiener: David Yudes
Alices Schwestern: Meaghan Grace Hinkis, Beatriz Stix-Brunell
Diener/Henker: Harry Churches
Figuren im Wunderland: Artists of The Royal Ballet

Quelle: Alexander Brock

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