Wer ist…Ariana Schirasi-Fard?

Ariana Schirasi-Fard ist eine österreichische Musicaldarstellerin mit persischen Wurzeln, geboren in Wien und aufgewachsen im Bezirk Mödling. Sie genoss eine Ausbildung an den Performing Arts Studios Vienna und ist bereits seit 2012 fixes Ensemblemitglied der Sparte Musical am Landestheater Linz. Davor spielte sie u.a. bereits schon in „Mamma Mia!“, „West Side Story“, „Sunset Boulevard“ oder „Der kleine Horrorladen“. Seit einiger Zeit ist sie mit dem Projekt Poptracker feat. ArianA auch in den Ö3 Online Charts, Ö3 Hörercharts und Ö3 Austrocharts vertreten. Ein Grund der talentierten jungen Dame ein Portrait zu widmen und sie zum Interview zu bitten.

Seit nunmehr fünf Jahren spielt Schirasi-Fard in über 21 Produktionen die verschiedensten Rollen am Landestheater Linz. Nicht immer ist es eine große Rolle, aber es gab auch schon durchaus Hauptrollen wie z.B. die Dorothy in „The Wiz“ oder die Jennifer Gabriel in „Die Hexen von Eastwick“. Ab 15.9.2017 wird sie als Tracy Turnblad in „Hairspray“ für ihre Rechte, wie auch der von anderen kämpfen und das vor allem mit Herz und Hirn. Auf die Frage, was ihr diese Rolle bedeutet, antwortete Ariana: „Für mich hat jede Rolle etwas sehr Spezielles, das macht sie erst interessant. Das, was Tracy für mich so speziell macht, ist ihr großes Herz und ihre wertfreie Herangehensweise an alles. Sie begegnet jedem Menschen ganz offen und mit viel Respekt und hat einen unglaublich starken Sinn für Gerechtigkeit. Damit kann ich mich persönlich sehr identifizieren.“

Tracy Turnblad ist eher in die „curvy“ Schiene einzuordnen und wird von den „Schönen und Reichen“ für ihr Aussehen gehänselt. Auf die Frage, ob Ariana schon einmal selbst in so eine Situation kam, wo sie von anderen gekränkt wurde, stellte sie wie folgt fest und hatte auch Tipps für jemanden, er sich in derselben Situation wie Tracy befindet und nur nicht deren Kraft hat. „In der heutigen Zeit, mit „social media“ gibt es für mich zusätzlich zum Hänseln und Kränken ein weiteres Problem. Man bekommt durch Fotos und „postings“ auf all diesen Plattformen ständig das Gefühl vermittelt, man würde nicht genügen. Alle anderen hätten das perfekte Leben mit den perfekten Freunden, dem perfekten Körper, der perfekten Wohnung und allen anderen würde es leicht fallen das alles zu erreichen. Dem ist aber überhaupt nicht so. In beiden Fällen, ob man gehänselt wird oder sich von social media beeinflussen lässt, finde ich das Wichtigste, sich wieder zurück zu besinnen auf sich selbst und was man möchte. Man darf sich nicht beirren lassen seinen eigenen Weg zu gehen. Es ist egal wie andere aussehen oder was sie besitzen. Wichtig ist nur, bin ich zufrieden und glücklich mit mir und meinem Leben? Nein? Dann liegt es alleine an mir, es zu ändern. Ja? Dann Handy aus und konzentriere dich auf die Dinge, die dich glücklich machen. Und sollte man wirklich nicht alleine mit Kränkungen fertig werden, gibt es viele Menschen und Institutionen, die gerne helfen und es ist keine Schande um Hilfe zu bitten, sondern zeugt von viel Größe und Charakterstärke.

Ariana Schirasi-Fard wäre mit Sicherheit eine der schlankesten Tracy’s, die es in einer „Hairspray“ Inszenierung je gegeben hat. Deshalb wird bei ihr dahingehend auch etwas nachgeholfen, verriet die Künstlerin: „Was genau gemacht wird, ist gar nicht so spannend, ich habe unter meinem Kostüm ein Grundkostüm, dass mir ein bisschen mehr Körperfülle zaubert, der Rest ist Make-up.“ In Filmen futtern sich viele Darsteller oft für eine Rolle ihre benötigten Kilos an. Diese Frage hat sich für Schirasi-Fard nie gestellt, da sie pro Spielzeit mehrere Stücke spielt und Regisseur Matthias Davids hatte es nie als notwendig angesehen.

Die modernen Medien sind im Vormarsch und wer die Künstlerin auf Facebook, ihrer Homepage (www.ariana-sf.com) oder Instagram verfolgt, der hat sich vor einiger Zeit vielleicht gefragt, wer oder was eigentlich Poptracker ist, die sich von ihr featuren lassen. Kannst du irgendetwas zu dem Projekt erzählen und wie es dazu gekommen ist und wohin es damit gehen soll? „Zu dem Projekt Poptracker feat. ArianA kam es eigentlich sehr spontan und zufällig. Martin Richter (eine Hälfte vom Poptracker Duo) und ich kannten uns eigentlich schon sehr lange und ich hatte mit ihm Kontakt aufgenommen, weil er in einem Studio für Werbesprecher und Synchronisation arbeitet und ich für seine Sprecherkartei vorsprechen wollte. Weil er wusste, dass ich hauptberuflich singe, hatte er mich gebeten ihm ein Demo einzusingen. Aus diesem Demo hat sich allerdings in kürzester Zeit ein fertiger Song entwickelt, den wir dann kurzerhand veröffentlicht haben. Durch die Hilfe von vielen lieben Freunden, die den Song dann noch zusätzlich online geteilt und beworben haben, wurde der Song dann im Endeffekt sehr erfolgreich, was mich natürlich sehr freut.

Bei dem Projekt wird ja dein letztes a im Vornamen groß geschrieben, heißt das, man muss zwischen der Musical-Ariana und der Popsong-ArianA unterscheiden? „Unterscheiden braucht man im Fall meiner Namen gar nichts. Das lag einfach daran, dass ich in der Popwelt lieber unter einem kürzeren Namen arbeiten wollte und nachdem ich auf das „A“ am Ende meines Namens großen Wert lege, habe ich entschieden, es einfach groß zu schreiben. So sprechen alle meinen Namen richtig aus. Aber ob mit kleinem oder großem „A“ und ob mit oder ohne Nachnamen, ich bin immer dieselbe.

Hat man einmal den Song (www.youtube.com/watch?v=OOfmiL1LM1s) gehört und hört man ihn ein zweites Mal, weiß man sofort „ah da ist sie wieder“, da der Sound von „Hold“ sehr eingängig ist. Auf die Frage, ob das auch die Musikrichtung ist, die sie gerne hört und ob sie vielleicht eine musikalische Inspiration hat, verriet sie: „Ich habe mich nie auf einen Musikstil festgelegt. Mein Interesse bei Musik ist und war immer schon sehr breit gefächert und ganz von meiner Tagesverfassung abhängig.

Ariana weiß ganz genau, was sie zukünftig machen möchte, nämlich weiterhin dem Bereich Musical am Landestheater Linz treu bleiben und nebenbei Popmusik machen. Ihr Fokus liegt derzeit auf der Bühne und beim Theater. Für ihren Beruf bringt sie die perfekte Einstellung mit, da sie angibt offen für alles zu sein, was sich ergibt und sie hat gelernt, dass man in diesem Job immer flexibel sein sollte.

Der diesjährige österreichische Songcontestteilnahmer Nathan Trent, der ebenfalls Musical studiert hat, wurde ja auch eher zufällig von Eberhard Forcher entdeckt, da dieser einen Song von ihm hörte. Falls jemand bei Ariana Schirasi-Fard einmal anklopfen und fragen würde, ob sie Österreich beim Eurovision Song Contest vertreten möchte, wäre ihre Reaktion wie folgt: „Ich würde mich sehr geehrt fühlen, denn immerhin wäre das eine große Aufgabe und Herausforderung eine ganze Nation zu vertreten. Was meine Antwort wäre? Darüber mache ich mir Gedanken, wenn es soweit ist….“

Wenn du dich mit 3 Emojis beschreiben müsstest, welche wären das?

Daumen hoch für Ariana Schirasi-Fard, vielen Dank für den kleinen Einblick und noch ganz viele schöne Momente im Musikbereich.

Quelle: Andrea Martin

 

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