Rezension der CD “Der Glöckner von Notre Dame”: Zeitlos

Es gibt Geschichten, die sind wirklich zeitlos und überdauern auch harte Zeiten. Und sie schaffen es auch noch, immer wieder ein neues Publikum zu begeistern und zu bewegen. Die Geschichte um Quasimodo und Esmeralda ist eine solche.

Viele Versionen gibt es von dieser Geschichte, im Original von Victor Hugo geschrieben. Und auch die Stage hat sich erneut dieser Legende angenommen und verwandelt das Stage Theater des Westens in Berlin in die Kathedrale Notre Dame zu Paris. Mit einer Europapremiere, denn das Stück erstrahlt in einer neuen Version. Und dazu gibt es auch eine CD, für diejenigen, die nicht einfach mal nach Berlin fahren können.

Die CD ist eine Liveaufnahme vom 7. bis 9.04.2017. So bekommt man gleich einen Eindruck, wie das Stück beim Publikum angekommen ist und eines kann man sagen: der Applaus kann sich hören lassen.

Mit den 22 Liedern, die auf der CD zu finden sind, wird fast das gesamte Musical erzählt und man bekommt einen wunderbaren Einblick in diese Geschichte. Die Lieder überzeugen mit ihrem Klang und den Stimmen und tragen die Geschichte spür- und hörbar in das Ohr des Zuhörers. Doch leider bleibt die Musik nicht lange da. Es gibt kein Lied, welches einem wirklich im Gedächtnis bleibt.

Songliste:
01-Olim
02-Der Klang von Notre Dame
03-Zuflucht
04-Draussen
05-Drunter Drüber
06-Spass und Freude
07-Rhythmus meines Tambourins
08-Drunter Drüber II
09-Zuflucht II
10-Hilf den Verstoss’nen
11-Fern von der Welt
12-Tavernenlied
13-Das Licht des Himmels
14-Das Feuer der Hölle
15-Esmeralda / Finale erster Akt
16-Entr’acte
17-Flucht nach Ägypten
18-Der Wunderhof
19-Ort der Wunder
20-Einmal
21-Aus Stein
22-Finale Ultimo

Nichtsdestotrotz ist die CD trotz des kleinen Makels dennoch sehr empfehlenswert. Das Ensemble des Theaters des Westens Berlin legt ihr ganzes Herzblut in den Gesang und es finden sich auch einige Bekannte in der Liste, auch einige, die schon einmal im “Glöckner” mitgewirkt haben.

Castliste:
Quasimodo: David Jacobs
Esmeralda: Sarah Bowden
Claude Frollo: Felix Martin
Phoebus de Martin: Maximilian Mann
Clopin Trouillefou: Jens Janke
Ensemble: James Cook, Guido Gottenbos, Jonas Hein, Johannes Kiesler, Kevin Köhler, Kristina Love, Chiara Ludemann, Oliver Mülich, Dorit Oitzinger, Sina Pirouzi, Daniel Rakasz, Barbara Raunegger, Tim Reichwein, Romeo Salazar, Mike Sandomeno, Daniel Therrien, Milan van Waardenburg, Wiebke Wötzel, Alexander Zamponi
Chor: Berliner Konzert Chor, Orso – Orchestra & Choral, Society Berlin

Man merkt wieder einmal, dass man ein Vollblutdarsteller oder -sänger sein muss, um seine Rolle mit Leben zu erfüllen, und das gelingt jedem Einzelnen. Schon das Hören der CD macht Lust darauf, sich das Musical einmal live anzusehen. Man kann aber auch die Augen schließen und sich einfach die Geschicht im Kopf selbst erzählen lassen. Jeder hat doch ein bestimmtes Bild von Quasimodo, Esmeralda und all den anderen vor Augen.

Ohne das Orchester ist jedoch der Genuss nur halb so schön. Und auch das Orchester besteht aus Vollblutmusikern. Jeder Ton sitzt, jeder Einsatz, einfach alles. So macht das Zuhören richtig Spass.

Quelle: Christine

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