Rezension des Jahresabschlusskonzertes des Musikzuges Burgfarrnbach am 27.11.2016: Eine schöne Tradition zum ersten Advent

Durch puren Zufall stieß unsere Redaktion im Sommer auf das Konzert des Musikzuges Burgfarrnbach (wir berichteten) und war damals schon restlos begeistert. Und der Wunsch war da: ein komplettes Konzert zu hören. Und dieser Wunsch wurde am 27.11.2016 dann Wirklichkeit. Immer am ersten Adventswochenende gibt der Musikzug Burgfarrnbach seine jährlichen Abschlusskonzerte. Unsere Redaktion war beim zweiten der beiden Konzerte anwesend.

Viele verbinden ja Musikzüge mit dem typischen „Humbahumbahumbatäätäärää“. Doch dass diese Spielmannszüge ein weitaus größeres Repertoire haben, wissen viele nicht. Man kann ja quasi jedes Musikstück auch von einem Spielmannszug spielen lassen, das gibt jedem Lied eine ganz besondere Note und einen speziellen Klang.

Das Konzert war in drei Teile geteilt. Im ersten Teil spielte das Juniororchester, im zweiten Teil das Jugendblasorchester und nach der Pause im dritten Teil dann das Hauptorchester. Die beiden ersten Teile wurden von Birgit Wehr geleitet, das Hauptorchester von Mathias Wehr.

Schon die Kleinsten spielten Stücke, bei denen einem der Atem wegblieb. Und eben nicht nur die typischen Märsche sondern auch Filmmusik, wie zum Beispiel das bekannte Lied „Supercalifragilisticexpialidocious“ aus dem Film „Mary Poppins“ oder auch eine Variation aus Disneys Fluch der Karibik.

Auch das Jugendblasorchester liess sich nicht lumpen und wartete mit einem abwechslungsreichen Programm auf.

Gespielt wurden:
Take me to Church von Andrew Hozier-Byrne
Latin Woods von Mario Bürki
Spider Rag von Klees Vlak
Pirates of the Caribbean von Klaus Badelt
Vois sur ton chemin von C. Barrahier und B. Coulais
Soundtrack from the Hunger Games von James Howard

Es waren langsame, aber auch schnellere Stücke, die das Jugendblasorchester wirklich bravourös darbot und es war wirklich für jeden Geschmack etwas dabei. Wie man später erfuhr, war die Leistung des Orchesters wirklich herausragend, da all diese Stücke ohne “tiefes Blech” gespielt wurden.

Nach der Pause kam dann das Hauptorchester zum Zuge und begann gleich mit einem zünftigen Marsch. Das Publikum war begeistert und spendete ordentlich Applaus. Doch war dies erst der Beginn, denn das Hauptorchester trumpfte noch richtig auf.

Gespielt wurden:
Alte Kameraden von Carl Treike
Von Freund zu Freund von Martin Scharnagl
Alpina Saga von Thomas Doss
Children of Sanchez von Chuck Mangione
The Blues Brothers Revue von den Bluesbrothers

Mit kleinen Extras, wie zum Beispiel Sombreros, wurden die Stücke noch unterstützt und spätestens als alle, sogar der Dirigent, seine Sonnenbrille aufsetzt, war klar was nun kommt: die Blues Brothers Revue. Und da blieb ja kein Fuß ungewippt und keine Hand ungeklatscht.

Auch die Zugabe wurde begeistert beklatscht und auch eine weitere Tradition wurde gepflegt: Zum Abschluss des Konzertes gab und gibt es immer ein besonderes Stück, was gespielt wird: den Steigermarsch. Hier spielten nun alle zusammen und bescherten dem Publikum eine Gänsehaut.

Moderiert wurde das Konzert von Claudia Wolf, die den Fürthern besonders als Erntekönigin und als Christkind bekannt ist.

Man kann abschließend wirklich sagen, dass man einen Spielmannszug nicht unterschätzen darf und oder in eine Kategorie stecken sollte, denn diese Künstler können weitaus mehr als „nur“ Blasmusik.

Quelle: Christine Daaé

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