“Der nackte Wahnsinn” im Staatstheater Nürnberg: Das war Wahnsinn!!!

Lustig war es am 02.11.2016 im Nürnberger Schauspielhaus. Aber es ist ja auch logisch, immerhin ist „Der nackte Wahnsinn“ eingezogen und mit ihm ein hartes Lachmuskeltraining. Ab dem 02.11.2016 nimmt das Schauspielhaus dieses Stück wieder auf und es läuft für 3 weitere Termine bis zum 10.01.2017. Und ganz unter uns: Das darf man nicht verpassen!

Weitere Termine sind am:
13.11.2016 17:00 Uhr
26.12.2016 19:00 Uhr
10.01.2017 19:30 Uhr

Bei diesem Stück-im-Stück geht es ja um die Irrungen und Wirrungen um, auf, unter, neben, vor und hinter der Bühne und das Ganze in einem enormen Tempo und mit solcher Rasanz, dass einem kaum Zeit zum Luftholen zwischen den Lachern bleibt. Dem Publikum am 02.11.2016 standen die Tränen vor Lachen in den Augen und man hielt sich die Bäuche. Oh und achja: die Lust auf Sardinen wurde immer größer…

Darsteller:
Pius Maria Cüppers als Dirk Oberender als Frau Spuckspecht
Marco Steeger als Christian Jung als Richard Tempelhof
Josephine Köhler als Emma Ahrens als Vicky
Michael Hochstrasser als Frederik Folger als Philip Meißen und als Scheich
Adeline Schebesch als Belinda Blank als Flavia Meißen
Frank Damerius als Sebastian Möbius als Einbrecher
Stefan Lorch als Ludwig Dallheimer, den Regisseur
Nicola Lembach als Poppy Nordmann, die Regieassistentin
Martin Bruchmann als Tim Allesgut, den Inspizienten
Bernd Schramm als Bühnentechniker
und die Sardinen (die sind überhaupt am wichtigsten!)

Männer in Frauenkleidung sind immer in besonderer Hingucker, so war es auch bei Pius Maria Cüppers in seiner Rolle als Dirk Oberender, der die Frau Spuckspecht spielt. Man konnte schon ein klein wenig Angst bekommen vor Marco Steeger als Christian Jung, so herrlich, wie er ausrasten konnte. Besonders niedlich war Josephine Köhler in ihrer Rolle als Emma Ahrens, die die Vicky spielen sollte. Man bekam sogar ein wenig Mitleid mit ihr. Eine leichte Ähnlichkeit zu dem Herren, der auf seinem Shirt stand, konnte man Michael Hochstrasser alias Frederik Folger nun wirklich nicht absprechen. Auch Adeline Schebesch alias Belinda Blank ähnelte einer bestimmten Damen aus dem Trivialfernsehen bestechend. Wem die beiden ähnelten? Nun, finden Sie es doch am besten selbst heraus.

Ein wenig konnte man verstehen, warum sich alle über Frank Damerius als Sebastian Möbius schauspielerisch aufregten, ein solcher Kollege ist nur in einem Theaterstück lustig, aber da umso mehr. Besonders Stefan Lorch als Regisseur Ludwig Dallheimer konnte sich so wunderschön cholerisch aufregen und dann gleichzeitig auf einem Kaktus Platz nehmen. Ein wenig leid konnte einem Nicola Lembach als Poppy Nordmann, die Regieassistentin schon tun. Dieses graue Mäuschen konnte es keinem recht machen, außer Martin Bruchmann als Tim Allesgut, dem Inspizienten. Für herrliche Momente sorgte Bernd Schramm als Bühnentechniker. So ein cooles Auftreten hatte keiner bisher.

Kommen wir nun zu den wichtigsten Darstellern überhaupt: den Sardinen. Es war genial, wie sie immer wieder dann da waren, wenn sie weg sein sollten und umgedreht. Ihr Timing war einfach perfekt und doch waren sie immer auf der Bühne, auch wenn sie nicht da waren. Natürlich trampelten viele auf ihnen herum, doch dafür brachten sie auch einige zu Fall.

Alle zusammen erschufen auf der Bühne eine geniale Illusion davon, wie es im Theaterbetrieb abgehen könnte. Natürlich ist alles überspitzt und überzogen, aber dennoch ist da ein kleines Fünkchen Wahrheit mit dabei. Dass die Schauspielerei kein einfacher Beruf ist, kann man sich auch nach dem Genuss dieses Stückes denken.

Wobei man aber sagen muss, dass diese Darsteller es so aussehen lassen, als wäre es das Leichteste auf der Welt. Wie im Fluge verging die Zeit und schon viel zu bald war das Stück vorüber und man sah sich mit der harten Realität wieder konfrontiert. Und dennoch bleibt ein kleines Stück vom Klamauk dieses Stückes im Herzen und rührt immer wieder zu kleinen Schmunzel- und Kicherattacken.

Und abschließend erlauben wir uns noch einen Originalkommentar eines offensichtlich begeisterten Zuschauers: Boah war des geil!

Quelle: Christine Daaé

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