Ich, Subjektiv: Gruselalarm in Hof bei der “Frau in Schwarz”

Als bekennender Harry-Potter-Fan wollte ich natürlich damals den Film “Die Frau in Schwarz” sehen und fand mich – wie bei so vielen anderen Grusel- oder Suspensefilmen mehr unter der Bettdecke als darüber wieder. Ich muss ja zugeben, dass solche Filme nicht wirklich etwas für mich sind und ich sie nur in einer ganz bestimmten Stimmung ansehen kann.

Dementsprechend war ich zwar gespannt auf das Theaterstück, war aber auch ein wenig beunruhigt und hoffte, dass meine Stimmung passen würde, doch leider war dem nicht so. Mit ein wenig schwitzigen Händen betrat ich also den Zuschauerraum.

Das Bühnenbild war faszinierend und meine Neugier stieg dennoch an, auch nachdem ich das Programmheft gelesen hatte und feststellte, dass das Stück ja so gar nicht wie der Film sein würde. Die Neugier stieg weiter. Vielleicht brauchte ich ja keine Decke, um mich darunter zu verkriechen. Zumal ich ja gar keine Decke mithatte…

Es begann und mit der Zeit wanderte meine Hand, die ich schon mal schützend erhoben hatte, wieder nach unten und ich entspannte mich. Bis zu dem Moment, in dem die Titelfigur erschien. Nun muss ich ja zugeben, dass die Dame gekonnt eingebaut worden war und die beiden Darsteller wunderbar spielten und die Geschichte mich dennoch immer tiefer in ihren Bann zog.

Es war faszinierend und beängstigend zugleich und letztenendes fand ich mich dann doch wieder unter meiner schützenden Hand wieder und bereute es, keine Decke mitgenommen zu haben. Aber ist es nicht genau das, was Theater bewirken soll? Menschen bewegen und berühren. Und das ist den 2 (3) Darstellern ja wirklich gelungen. Selten, bzw. bisher noch nie habe ich mich so in einem Theatersaal gegruselt.

Quelle: Christine Daaé

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