Rezension CD “Catch me if you can:”: Gefangen!!!

Bekannt geworden ist die Geschichte um Frank Abagnale Jr. vor allem durch die Verfilmung mit Leonardo diCaprio aus dem Jahre 2002. Und seit 2009 gibt es diesen Stoff auch als Musical und nun erobert das Stück Europa, um genau zu sein: Dresden und da eben dessen Staatsoperette. Am 30.01.2015 feierte das Stück dort Premiere und von dieser Inszenierung stammt auch die DoppelCD.

“Catch me if you can” ist die Lebensgeschichte von Frank Abagnale Jr. Das Stück spielt im Amerika der 1960er Jahren: Der Bankrott seines Vaters und die Scheidung seiner Eltern treffen den 16-jährigen Frank Abagnale Jr. so tief, dass er von zu Hause ausreißt. Während er anfangs lediglich Schecks fälscht, startet er alsbald eine höchst erfolgreiche Karriere als Hochstapler. Über Jahre hinweg gibt er sich als Pilot der Pan Am, Kinderarzt oder Rechtsanwalt aus und erschwindelt sich so noch vor seinem 21. Geburtstag ein Vermögen von 2,5 Millionen Dollar. Nebenbei liefert er sich ein Katz- und Maus-Spiel mit dem ehrgeizigen FBI-Agenten Carl Hanratty, der ihn kreuz und quer durch die Vereinigten Staaten jagt. Doch erst als sich Frank Jr. In die Krankenschwester Brenda verliebt, begeht er den entscheidenden Fehler…

CD 1
* Prolog
* Live und ganz in Farbe
* Der Nadelstreif’ ist das, was zählt
* Eine and’re Haut
* Ein Wort uns’rer Sponsoren
* Live und ganz in Farbe (Reprise 1)
* F.B.I.-Szene
* Der Jet Set
* Brich kein Gesetz
* Der Nadelstreif’ ist das, was zählt (Reprise)
* Butter aus der Milch
* Der Mann da drin im Mll
* Weihnachten ist mir die liebste Zeit
* Meine liebste Zeit

CD 2
* Entr’acte
* Was der Arzt verordnet
* Live und ganz in Farbe (Reprise 2)
* Lass von Dir hören!
* Kleiner Bub, sei ein Mann
* Der Mann da drin im Mll (Reprise)
* Sieben Wunder
* Familienclan
* Flieg, flieg ins Glck
* Good Bye
* Seltsam, aber wahr
* Bows

Passend zu der Zeit, in der das Stück spielt, klingt auch die Musik nach den Swinging Sixties und entführt den Zuhörer in diese goldene Zeit. Jedoch, und daher rührt auch der fehlende halbe Punkt in der Bewertung, erscheint dies mit der Zeit ein wenig eintönig, da jedes Lied in diesem Stil ist. Es gibt kaum Abwechslung in den Songs.

Durch die beiden CDs bekommt man die Geschichte des Musicals gut erzählt, da die CD nicht nur Musikstücke enthält, sondern auch Gesprochenes. Bereits durch das Zuhören erscheinen Bilder von den Charakteren vor dem inneren Auge. Selbst wenn man den Film nicht kennt, formt sich doch zu jeder Stimme ein Bild.Alle harmonieren wunderbar miteinander. Man hört bei jedem Ton die Lust am Singen und Spielen. Auch bei den Textpassagen kann man sich ganz leicht in die Stimmung desjenigen versetzen. Man leidet mit den Charakteren, man fühlt den Schmerz, die Freude.  Fast schon spielerisch erscheint die Musik und lädt zum Mits(w)ingen und Tanzen ein.

Castliste:
Frank Abagnale Jr.: Jannik Harneit
Frank Abagnale Sr.: Christian Grygas
Paula Abagnale: Elisabeth Markstein
Brenda Strong: Olivia Delauré
Carol Strong: Cornelia Drese
Roger Strong: Bryan Rothfuss
Carl Hanratty, FBI-Agent: Nikolas Gerdell
Cod, FBI-Agent: Thomas Zigon
Dollar, FBI-Agent: Christopher Busse
Branton, FBI-Agent: Patrick Stauf
Jack Barnes, Chef der Handelskammer: Gerd Wiemer
Cheryl-Ann: Fabiana Denicolo
Miss Owings, Schulleiterin: Dörte Niedermeier
Betty: Lisandra Bardél

Man hört ihnen allen an, dass sie Spaß und Freude beim Aufführen hatten. Sie alle harmonieren wunderbar mit einander und gehen in ihre Rollen auf. Bis in die kleinste Rolle und das leiseste Instrument erscheint alles perfekt. Diese CD ist alles andere als ein Betrug, anders als das Leben von Frak Abagnale Jr. ist diese CD ehrlich und einfach gut. Lebensfreude pur wird bei jedem Ton übertragen.

Die CD ist eine Live-Aufnahme aus der Staatsoperette Dresden und an den Reaktionen des Publikums erkennt man sehr gut, dass das Stück wohl ein Erfolg war. Wer dies auch live überprüfen möchte, der kann sich bin der Staatsoperette momentan davon überzeugen. Das Stück wurde mit einer zweiten Spielzeit in diesem Haus belohnt und läuft noch bis zum 24.06.2016. Auch gastierte das Stück im September 2015 in München. Wenn das kein Kompliment ist…

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Quelle: Christine Daaé

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