Rezension DVD „Friedrich – Mythos und Tragödie“: Wollt Ihr Hunde ewig leben?

Mit wem verbindet man diesen berühmten Ausspruch? Genau, mit Friedrich dem Großen, auch genannt der Alte Fritz. Und dieser historischen Figur wurde nun, anlässlich seines 300. Geburtstages im Jahre 2012, ein Musical gewidmet.

Am 01.06.2012 erlebte das Friedrich-Musical mit dem Untertitel ”Mythos und Tragödie” am Originalschauplatz in Potsdam seine Welt-Uraufführung. In der Metropolis Halle war ”Friedrich” bis zum 30. Juni täglich zu sehen. Eine Aufzeichnung für DVD wurde ebenso angefertigt.

Hauptdarsteller auf der DVD:

Kronprinz Friedrich – Tobias Bieri

Friedrich der Große – Chris Murray

Hans Hermann von Katte – Maximilian Mann

Wilhelmine – Elisabeth Hübert

Friedrich Wilhelm I. – Heiko Stang

Voltaire – Léon van Leeuwenberg

August der Starke – Petter Bjällö

Gräfin Orczelska – Isabel Trinkaus

Sophie Dorothea – Patricia Hodell

Grumbkow – Andreas Goebel

Graf von Seckendorff – Christian Theodoridis

”Zweieinhalb unterhaltsame Stunden warten auf das Publikum: Eine Auswahl der besten Darsteller Deutschlands, opulente Kostüme, faszinierendes Lichtdesign, ein aufwendiges Bühnenbild, mitreißende Choreografien und ergreifende Musik mit Ohrwurmcharakter garantieren beste Unterhaltung zum Spitzenpreis.”, so wird auf der offiziellen Webseite von Spotlight Musical das Stück beschrieben. Doch leider muß man als Besucher des Musicals oder als Betrachter der DVD einige Abstriche machen.

Eine Auswahl der besten Darsteller Deutschlands

Chris Murray ist das große Zugpferd der Produktion und passt einfach hervorragend in die Rollen des Alten Fritz, das muß man zugeben. Auch Heiko Stang als der gestrenge Vater und Elisabeth Hübert als Wilhelmine brillieren in ihren Rollen, doch leider verblassen dann alle anderen, besonders Tobias Bieri als Darsteller des Kronprinzen.

Opulente Kostüme

Man muß zugeben, die Kostüme waren angemessen, jedoch war die damalige Mode um einiges opulenter und ausladender. Vielleicht war dies jedoch in Hinblick auf die ”Bewegungsfreiheit” der Darsteller nicht möglich. Somit spiegeln die Kostüme einen angemessenen Eindruck auf den damaligen Kleidungsstil wider.

Faszinierendes Lichtdesign

Auf der DVD kann man davon leider nicht viel erkennen, es mag jedoch anders sein, wenn man das Musical live in der Metropolis Halle in Potsdam gesehen hat.

Aufwendiges Bühnenbild

Eine dunkle Treppe, eine übergroße Uniform und Videoeinspielungen, das war das Bühnenbild. Für eine derart opulente und verschwenderische Zeit war das Bühnenbild einfach zu minimal. Videoeinspielungen als Unterstützung für das Bühnenbild zu verwenden ist an sich eine gute Idee, jedoch sollte man das Bühnenbild in einer Großproduktion nicht komplett dadurch ersetzen.

Mitreißende Choreografien

Es gab so einige Ensemblestücke, bei denen man die Choreografie bewundern konnte. Sie erschien leicht einprägsam, so daß man schon nach kurzer Zeit in der Lage war, zumindest einige Teile selbst nachzutanzen.

Ergreifende Musik mit Ohrwurmcharakter

Die Balladen klangen sich alle ähnlich und auch bei den Ensemblestücken klang eines fast wie das andere. Auch die großen Arien waren davon betroffen und litten darunter, daß einige Textpassagen immer und immer wieder wiederholt wurden.

Die Idee, aus Friedrich dem Großen ein Musical zu machen, ist eine gute Idee. Immerhin eignen sich die Geschichten und Legenden um historische Persönlichkeiten sehr gut dafür, in Bühnenproduktionen verarbeitet zu werden. Spotlight Musicals hat sich einiger dieser historischer Personen angenommen, um eben jene Menschen dem Publikum näher zu bringen. Man kann mit gutem Recht sagen, daß ”Friedrich – Mythos und Tragödie” ein wahres Spotlight-Musical ist.

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Quelle: Christine Daaé

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