Buchstäblich schwarzer Humor mit “Komödie im Dunkeln”

Komödie im Dunkeln – 18. Mai 2012 im Theater Hof

Brindsley Miller ist ein erfolgsloser Künstler, der hofft an diesem besonderen Abend den großen Durchbruch zu erlangen. Nicht nur in beruflicher sondern auch in privater Hinsicht. Der Millionär George Godunow möchte Miller besuchen und – wenn ihm eines gefällt – ein Kunstwerk kaufen. Das ist die Gelegenheit, um Carols Vater einzuladen und ihm zu beweisen, daß Brindsley das Zeug hat, für Carol und sich zu sorgen und ihn zu bitten, den Beiden den Segen für die Hochzeit zu geben.

Mitten in den Vorbereitungen für diesen wichtigen Abend fällt der Strom aus und das Chaos nimmt seinen Lauf: was auch immer schiefgehen kann, wird schiefgehen.

Die Darsteller

Brindsley Miller: Helwig Arenz

Carol Melkett: Lydia Fuchs

Miss Furnival: Angelika Koppmann

Colonel Melkett: Ralf Hocke

Harold Gorringe: Jens Hollwedel

Alexej Schupanski: Peter Kampschulte

Clea: Polina Bachmann

George Godunow: Thomas Schindler

Die schauspielerische Leistung der Darsteller, die dort im Dunkeln tappten, war so überzeugend, daß selbst die englischsprachige Begleitung des Redakteurs ihren Spaß hatte und dem Handlungsstrang nur mit Hilfe der Inhaltsangabe und der Körpersprache der Darsteller folgen konnte.

Genau davon lebt dieses Stück, denn ohne das typische Verhalten in einem stockdunklen Raum – wie das Herumtasten und natürlich das Stolpern – wäre die ”Komödie im Dunkeln” nur halb so lustig und das obwohl auch der Plot mit seinen Irrungen und Wirrungen für Unterhaltung sorgen könnte. Das Ensemble des Hofer Theaters verstand es, die Regieanweisungen des Textbuches umzusetzen und die Illusion eines stockdunkeln Raumes zu erzeugen.

Es war ein unterhaltsamer Abend im Theater Hof, auch wenn das Publikum teilweise den gesamten ersten Akt benötigte, bis es auftaute. Auch schien es, daß manche das Prinzip nicht auf Anhieb verstanden – vielleicht wäre eine kurze Einführung vor der Vorstellung, wie es in manchen Theatern üblich ist, in diesem Fall nützlich gewesen, doch es sei betont, daß das Fehlen dieser Einführung der der Qualität der Inszenierung keinen Abbruch tat.

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Quelle: Alexander Brock

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