25 Jahre Phantom der Oper

Über ein Vierteljahrhundert spukt nun schon die bekannteste aller Phantom der Oper-Versionen durch die Welt. Andrew Lloyd Webber hat sich mit seiner Musical-Version des bekannten Stoffes von Gaston Leroux bereits jetzt ein Denkmal gesetzt. Egal ob als feste Produktion oder als Tournee, zuletzt auch im Kino als Filmversion, eigentlich kennt jeder sein Musical.

Und nun, zum 25-jährigen Jubiläum,hat sich der Meister des Musicals wieder etwas Neues einfallen lassen. Zum Jubiläum wurde sein Musical in einer großen weltweiten Übertragung aus der Royal Albert Hall in Kinosäle der ganzen Welt eingespielt. Auch wurde die Royal Albert Hall in die Opera Populaire verwandelt, mit Hilfe von echten Kronleuchtern, echten Kulissen aber auch mit der Hilfe von Computeranimationen, welche das Bühnenbild geschickt ergänzten und vervollständigten. Überlebensgroß wurden auch die Darsteller teilweise über der Bühne eingeblendet, um als Beispiel den roten Tod als wirklich übermächtig und beängstigend darzustellen.

Überlebensgroß ist auch die Liste an Darstellern. Es wurde nicht gespart, alle Hauptrollen waren mit erstklassigen und bekannten Phantom-Darstellern besetzt. Ebenso wurde ein gewaltiges Ensemble aufgefahren, um jede einzelne noch so kleine Rolle mit einem Menschen zu besetzen.

Besetzung:

The Phantom of the Opera: Ramin Karimloo

Christine Daaé: Sierra Boggess

Raul de Chagny: Hadley Fraser

Carlotta Giudicelli: Wendy Ferguson

Monsier Firmin: Barry James

Monsieur André: Gareth Snook

Madame Giry: Liz Robertson

Ubaldo Piangi: Wynne Evans

Slavemaster: Sergeii Polunin

Meg Giry: Daisy Maywood

Joseph Buquet: Nick Holder

Auctioneer: Earl Carpenter

Monsieur Reyer: Philip Griffiths

Monsieur Lefevre: Simon Green

Don Attilio: Stephen John Davis

Passarino: Gardar Thor Cortes

Madame Firmin: Heater Jackson

Wardrobe Mistress: Ellen Jackson

Confidante: Rosemary Ashe

Hairdresser: Peter Land

Jeweller: Andrew Halliday

Firechief: Mark Oxtoby

Jedoch wurde nicht nur einfach das Musical aufgeführt, wer das denkt, dem sei gesagt, es gab noch weitaus mehr zu sehen.An dieser Stelle sei nicht zuviel verraten, doch eines verraten wir dennoch: es gab ein Grand Finale mit ”Phantoms from around the world” und Andrew Lloyd Webbers persönlichem Angel of Music.

Große Namen ließen mit einer großen Show aufwarten, die ihresgleichen sucht. Dieses gigantische Ereignis fand am 1. und 2. Oktober 2011 statt, natürlich gibt es für alle, die nicht live oder im Kino dabei sein konnten, eine Aufzeichnung auf DVD und Blu-Ray, sowie eine CD.

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Quelle: Christine Daaé

0 thoughts on “25 Jahre Phantom der Oper

  1. Als Andrew Lloyd Webber 1986 mit seinem Musical „The Phantom of the Opera“ Premiere feierte, gab es eine Christine und nur ein Phantom. Heute, 25 Jahre später, sieht die Situation ganz anders aus. Es gibt hunderte von Christines, von Phantomen und von Raouls. Sein Musical war und ist ein Erfolg und prägt noch heute die Fans.

    Doch leider hat dieser Erfolg auch seine Schattenseiten, denn um sein Musical einem breiteren Publikum bekannt und schmackhaft zu machen, wurden einige Wandlungen vorgenommen, die die Charaktere teilweise doch sehr veränderten. War früher der Altersunterschied zwischen dem Phantom und Christine doch sehr gravierend, gleichen sich die beiden in den letzten Jahren immer mehr an.

    Schon vor 2004, also vor „dem Film“, wurden die Phantome immer jünger. Der eigentliche Kern der Geschichte, nämlich daß das Phantom eigentlich um einiges älter war als seine junge Protegée, wurde schon sehr bald von dem Slogan eines „younger and sexier Phantom“ ersetzt.

    Logischerweise zog dies ein ganz anderes Publikum an. Nun interessierten sich auch jüngere Leute für dieses doch recht anspruchsvolle Musical, weil man ja nun ein Phantom hatte, was nur unwesentlich älter war, als das Publikum.

    Hinzu kommt in letzter Zeit der Effekt, daß alle Darsteller irgendwie niedlicher geworden sind. Sarah Brightman war eine Christine mit Persönlichkeit. Michael Crawfords Phantom sticht unter tausenden hervor. Doch nun sehen sich alle irgendwie ähnlich und sind alle auf eine gewisse Weise niedlicher, so wie im Anime-Stil.

    Es stellt sich den „alten“ Fans die Frage, warum die Darsteller immer jünger wurden und die eigentlichen Rollenbilder immer mehr in Clichees und Niedlichkeiten abglitten. Zwar spricht man nun ein breiteres Publikum an, doch auf der anderen Seite wird der eigentlich tragischen Geschichte damit nicht mehr die entsprechende Würdigung zuteil.

    „Tonight belongs to the Phantom“ mag nun für viele Teenager zutreffen, doch nicht mehr für die eigentlichen Theatergänger.

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