Premiere in der Reithalle Coburg: “Tell me on a sunday”

“Tell me on a sunday” – im Deutschen als “Bleib noch bis zum Sonntag” bekannt – ist ein Ein-Frau-Stück. Mehr als eine Darstellerin allein auf der Bühne braucht es auch gar nicht, um von Glück und Unglück in der Liebe zu erzählen, denn wenn mann Pech hat, ist man genau das: allein.

“Tell me on a sunday” – manchen vielleicht auch als “Song and Dance” bekannt – erzählt die Geschichte von Emma.

Emma ist eine Frau die aus der Biedermeierwelt in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten flieht, immer der großen Liebe hinterher. Möglich ist dort alles, die Liebe aber leider nur begrenzt. Sie erlebt eine Enttäuschung nach der anderen, bis sie es schließlich satt hat…

Die Inszenierung regt zum mitweinen, mitlachen und nachdenken an, ist aber niemals zu kopflastig. Für Abwechslung sorgen die unterschiedlichsten Stile und eine voll dosierte Portion an Witz.

“Also ich muß schon sagen, sie war mal wieder großartig.”, war die Feststellung einer Zuschauerin nach der Show. Und damit wäre eigentlich auch schon alles gesagt.

Die Rolle der ”Emma” wurde von Ulrike Barz gespielt. Den Stammgästen des Landestheaters Coburg ist sie ein Begriff. Sie spielte schon in “Evita”, “Crazy for You” und Ihre Soloshow bei “My Name is Barbra”. Daran knüpfte sie nun an, mit dem Kammermusical ”Tell me on a Sunday”. Ulrike Barz ist wandlungsfähig und so nimmt man ihr nicht nur die großen Musicalrollen ab sondern auch die von den unterschiedlichsten Gefühlen getriebene Emma.

Begleitet von Christian Nolte bestreitet sie mit ”Tell me on a sunday” einen Monolog über Höhen und Tiefen der Liebe, der alles andere als monoton ist. Und damit hat Christian Alexander Müller gleich mit seiner ersten Regie einen Volltreffer gelandet. Mit Gefühl und Witz, gut balanciert, hat er das Stück bemerkenswert inszeniert, was nicht einfach ist, wenn man nicht mit einem großen Ensemble und einer Tanzeinlage das Publikum bei Laune halten kann.

Bei Laune waren die Zuschauer auf jeden Fall und schon während der Shows waren Komplimente über Ulrike Barz zu hören. Das Coburger Publikum weiß das Allroundtalent eben zu schätzen.

Wer knapp 90 Minuten lang gut unterhalten werden will, sollte einen der verbleibenen Termine wahrnehmen und sich die Inszenierung ansehen.

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Weitere Termine:

Mittwoch, 18. Januar 2012

Freitag, 20. Januar 2012

Sonntag, 22. Januar 2012

Dienstag, 27. März 2012

Donnerstag, 29. März 2012

Freitag, 30. März 2012
Quelle: Alexander Brock

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