Les Misérables de Victor Hugo

Ein Stück in seiner Originalsprache auf der Bühne zu sehen, ist immer etwas Besonderes. So war es auch am 23.11.2011 im Stadttheater Fürth, wo die American Drama Group Europe Victor Hugos ”Les Misérables” aufführte, und zwar in französischer Sprache. Man mußte zugegebenermaßen entweder der französischen Sprache mächtig sein, oder aber die Geschichte wenigstens in den Grundzügen kennen, um der Aufführung folgen zu können.

Es waren nur 5 Darsteller, die Victor Hugos Werk auf der Bühne des Fürther Stadttheaters zum Leben erweckten. Doch konnten diese 5 mehr, als manches Ensemble mit 1000 Leute zusammen. Ronan le Fur, Mathieu Huvelin, James French, Nanaou Harry und Georgina Ridealgh spielten alle notwendigen Rollen und man nahm ihnen jede Rolle ab, egal ob jung oder alt, ob männlich oder weiblich. Selten sah man solch Schauspielkunst auf einer Bühne.

Victor Hugos ”Les Misérables” wurde (natürlich) gekürzt dargeboten, doch wurden alle relevanten Szenen in dem Theaterstück belassen, so daß man der Geschichte gut folgen konnte.Die Zeit verging wie im Fluge und viel zu schnell näherte sich das Stück dem Finale. Zumindest für den größten Teil der Zuschauer.

Es sollte nicht unerwähnt bleiben, daß es sich während des zweiten Aktes zwei komplette Zuschauerreihen nicht nehmen ließen, das Stück zu verlassen. Jedoch wohl nicht, weil ihnen das Stück nicht gefiel, sondern wohl eher, weil sich die Schüler nicht adäquat benehmen konnten. Auch wurde das Stück streckenweise lautstark von einigen Schülern, die im Publikum saßen, kommentiert.

Ob die Störungen bei den Darstellern auf der Bühne ankamen, ist unbekannt. Sollte es jedoch der Falle gewesen sein, dann haben sie es professionell überhört und ihre Darbietung fortgesetzt. Ein weiterer Beweis für ihre Professionalität. Die verbliebenen Zuschauer spendeten den gebührenden Applaus, den diese Ausnahmedarsteller durchaus verdient hatten.

Auch wenn die Qualität des Stückes mit 1a bewertet werden muß, bleibt dennoch aufgrund des Danebenbenehmens der Schüler und Lehrer, die das Stück verließen, leider ein bitterer Beigeschmack. Es bleibt zu hoffen, daß man sich dieses Stück ein weiteres Mal ansehen kann, um es wirklich in Ruhe genießen zu können.

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Quelle: Christine Daaé

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