Musical Unplugged – Event Special

Die “Musical Unplugged” Formation hatte für Freunde und Fans ein Schmankerl parat. Sie traten, lediglich gegen eine Spende, in Lokal “Spark” am Währinger Gürtel, als Dank für die Treue ihres Publikums auf. Es war gleichzeitig auch der letzte öffentliche Auftritt – hoffentlich nur in diesem Jahr.

Dass sie die Herausforderung lieben, haben sie schon oft mit ihrer Songauswahl und den speziellen Arrangements bewiesen. Beim Auftritt kamen aber noch ein paar andere Sachen dazu. Daniel Williams wurde durch Oliver Roitinger ersetzt und alles lief bestens bis kurz vor dem Showtermin. Da nämlich erfuhr der Jüngste im Bund, Jakob Semotan, dass es ihm aus rechtlichen und organisatorischen Gründen, aufgrund seiner derzeitigen Ausbildung nicht gestattet ist, mitzuwirken. Jetzt stand der Rest vor einem Rätsel, da sie die Lücke füllen mussten. Und siehe da, jemand aus dem Backgroundteam konnte einspringen. Bernhard Singer, sonst für die Technik verantwortlich ist auch des Singens mächtig und erklärte sich spontan bereit, seinen Urlaub abzubrechen und mit Pianisten Florian C. Reithner am Tag der Show noch zu üben. Was am Abend des 5.10. geboten wurde, konnte sich sehen lassen. Sie brachten einen Querschnitt aus ihrem Repertoire, wobei sowohl Musical-, als auch (Austro) Popsongs vertreten waren. Es stand eine interessante Kombination aus zwei Titeln, in denen es um Spiegel geht, am Programm. Florian Schützenhofer sang gemeinsam mit Richard Redl “Ich bin dein Spiegel” (“Freudiana) und “Wenn ich dein Spiegel wär” (“Elisabeth”). Die Vollversion des “Freudiana”-Titels wurde von Redl danach interpretiert und dank seiner tollen Stimme zu einem Highlight des Abends. Neuzugang Bernhard wurde von Florian als sein Schnuffel, den er zum fressen gern hat, bezeichnet, doch zuvor meinte er noch “Du entschuldige I kenn di”. Zwei Songs aus Vampirstücken, nämlich “Carpe Noctem” (“Tanz der Vampire”) und “Eh du verloren bist” (“Dracula”) wurden harmonisch miteinander verschmolzen und auch “Stärker als wir sind”, ebenfalls aus “Tanz der Vampire” war eine harmonische Gruppendarbietung. Nach einem braven “Stark wie ein Felsen” von Schützenhofer gab es von Roitinger contra in Mundart mit “Stoak wia a fösn”. “Rebecca” Töne der etwas anderen Art gab es vom Pianisten und auch nach seinem großen Solo gab es tobenden Beifall. Mit allen möglichen und unmöglichen Melodien brachte Reithner das Klavier zum Beben und das Publikum zum Toben. Mit einer speziellen “stehen wir auf und bringen den Florian durcheinander-Choreographie” unterstützten die Kollegen Florian Schützenhofer bei seinem “Mein kleiner grüner Kaktus”. Von ihrer kämpferischen Seite zeigten sich die vier bei der kompletten Version von “Eh du verloren bist” und “Mitten ins Feuer” (Scarlet Pimpernel”). Bei den Zugaben überraschten sie auf unterschiedliche Weise. Einerseits besangen sie auf theatralische Art den “schönsten A… der Welt”, andererseits wechselten plötzlich Bernhard Singer und Florian C. Reithner die Plätze und der Pianist gab eine freche Version von “Warum bin ich so fröhlich” zum Besten. Ruhig und besinnlich wurde es bei Roitingers gelungener Interpretation von Frank Sinatras “My way”. Den Schluss bestritten sie zu viert mit “Die Schatten werden länger” und hauten noch einmal ordentlich auf den Putz.

Das Geheimnis des Erfolgs der Gruppe bei den Leuten ist einfach, sie sind natürlich, können gut unterhalten und mit ihrem Konzept einfach das Publikum begeistern.
Quelle: Andrea Martin

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