Ganz die Mama

Die Geschichte der Kaiserin Elisabeth, auch bekannt als “Sissi” ist mittlerweile jedem ein Begriff, zum einen durch das erfolgreiche Musical “Elisabeth”, zum anderen durch die Sissi-Filme. Nun ist ihr Sohn an der Reihe, sein Leben in einem Musical wiederzufinden. Frank Wildhorn und Jack Murphy haben es sich zur Aufgabe gemacht, dem Kronprinzen und seiner unglücklichen Liebe zu Mary Baroness Vetsera ein musicalisches Denkmal zu setzen.

Unterstützt werden sie dabei von einigen Musicaldarstellern, die man schon in dem Elisabeth-Musical sah, zum Beispiel Uwe Kröger, der dort Elisabeths schönen und ewigen Geliebten, den Tod, spielte, oder auch Wietske van Tongeren, die Elisabeth selbst in dem Musical spielte. Nun spielt ”der Tod” den Ministerpräsidenten Eduard Graf Taaffe und ”Elisabeth” spielt ihre eigene Schwiegertochter, die Kronprinzessin Stefanie, welche sehr eindrucksvoll im Lied ”Du bleibst bei mir!” ihre Besitzansprüche an Kronprinz darstellt. Auch Eduard Graf Taaffe macht im Lied ”Wenn das Schicksal Dich ereilt” sehr deutlich, wer ”die Fäden in der Hand” hat.

Der Kronprinz selbst wird von niemand anderem als Drew Sarich gesungen und dargestellt und als seine große Liebe sieht und hört man Lisa Antoni. Begleitet werden die beiden nicht nur von den beiden oben genannten Darstellern, sondern ebenso von Claus Dam als Kaiser Franz Joseph, Carin Filipcic als Marie Grafin Larisch, Kay Peterson als Moriz Szeps, Dennis Kozeluh als Edward, Prince of Wales, Robert D. Marx als Graf Gyula Andrássy, Sasha Dicapris als Clemens Clemenceau, Manuel Stoff als Heinrich Vogelsang, Martin Pasching als Wilhelm II, Markus Neugebauer als Wiligut, Jan Hutner als Meisner und Kathleen Bauer als Mizzi. Im Ensemble hört und sieht man Silke Braas, Alexandra Farkic, Matilda Hansson, Leigh Martha Klinger, Adrienn Krékacs, Maxi Neuwirth, Anja von Geldern, Claudia Wauschke, Niklas-Phillip Gertel, Fritz Schmid und Niran Straub. Zusammen mit dem Orchester der Vereinigten Bühnen Wien gelingt es allen Darstellern eindrucksvoll, dem Kronprinzen ein ebenso beeindruckendes musicalisches Denkmal zu setzen, wie man es seiner Mutter setzte.

01 – Wie jeder andre Mann (Prolog)

02 – Du willst nicht hören

03 – Ein hübscher Krieg

04 – Marys Lied

05 – So viel mehr

06 – Wohin führt mein Weg

07 – Vertrau in uns

08 – Die Fäden in der Hand

09 – Du bleibst bei mir!

10 – Wie jeder andre Mann

11 – Mut zur Tat

12 – Der Weg in die Zukunft

13 – Die Liebe lenkt

14 – Wenn das Schicksal Dich ereilt

15 – Wie kann ich einfach gehen?

16 – Ich schütz den Staat

17 – Du bist meine Welt

Diese siebzehn Lieder, die von klassischen Liebesliedern, über intrigante Verschwörungen bis hin zu beeindruckende Hymnen anschwellen, erzählen eine wunderschöne – und wahre?- Liebesgeschichte, die zum einen zum Träumen einlädt und zum anderen auch zum Nachdenken anregen soll. Ob diese Geschichte nun wahr ist, oder nicht, darüber werden wir uns kein Urteil erlauben, doch eines ist Fakt: Es ist eine gelungene Hommage an ein untergegangenes Königshaus.

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Quelle: Christine Daaé

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