Maricel schafft in Chemnitz und Bielefeld die Männer ran

Jekyll & Hyde ab 15. Dezember auch in Saarbrücken

Als die Oper in Chemnitz im März dieses Jahres den Wildhorn-Klassiker als erstes kommunales Theater auf den Spielplan setze, war Maricel als von einem besseren Leben träumendes Callgirl erste Wahl. Und in Sachsen schafft sie an der Seite von Randy Diamond und Christoph Goetten, die sich die Doppelrolle des Arztes und des Monsters teilen, immer noch die Männer ran. Inzwischen und parallel dazu ist die Künstlerin nun auch am Stadttheater in Bielefeld gelandet, wo das Elixier ”jh 7” seit Anfang September zum Modegesöff wurde. Das kippt sich hier Veit Schäfermeier hinter die Binde, um in Folge vom Dottore zum Killer zu mutieren.

Zärtlich in Bonn

Roberta Valentini, die dort bislang die bedauernswerte Bordsteinschwalbe im roten Kleid mimte, ist inzwischen nach Stuttgart gewechselt, wo sie bei ”Wicked” unter Vertrag steht und daselbst im Ensemble mitwirkt sowie in der Rolle der ”Elphaba” zu sehen ist. Den vakanten Lucy-Job in Ostwestfalen-Lippe wird die Prinzessin Amneris i.R. an ausgesuchten Termin abdecken. Am kommenden Freitag (2. November) gibt sie im östlichen Nordrhein-Westfalen ihren Einstand.. Ab 16. Dezember wird Maricel zudem am Theater in Bonn in der Uraufführung von Frank Nimsgerns ”Der Ring” als Rheintochter ”Zärtlichkeit” zu erleben sein.

Mischa Mang nippt an der Saar am Reagenzglas

Das Wildhorn-Grusical ”Jekyll & Hyde” boomt in diesen Monaten wie seit langem nicht mehr. Nach Chemnitz und vor Bielefeld hatten sich die Tecklenburger Freilichtspiele in diesem Jahr dieses Stoffs angenommen und eine packende Version mit Patrick Stanke in der Hauptrolle serviert, die den Komponisten anlässlich eines Besuchs zu höchstem Lob anstachelte. Und im kommenden Jahr werden die Bad Hersfelder Festspiele nachziehen. Publikumsliebling Yngve Gasoy-Romdal, der für die Arzt-Monster-Rolle im Gespräch war und diese bereits im Kölner Musical Dome gespielt hatte, wird aber in Osthessen entgegen hartnäckigster Gerüchte doch nicht antreten – auf Grund vielfältiger anderer Verpflichtungen, wie er mitteilte.

Dr. Jekyll am PC

Die Sachsen und die Nordrhein-Westfalen sind mit zwei gänzlich voneinander verschiedenen J&H-Inszenierungen im Rennen, wobei jede ihren ganz eigenen Reiz besitzt. Die Ostdeutschen gehen da unter der Regie von Michael Heinicken sicherlich am weitesten. Sie haben den zeitlosen Kampf zwischen Gut und Böse kurzerhand in die Moderne verlegt. Dr. Jekyll hämmert hier auf die Tastatur seines PC, während sich Lucy im bauchfreien Top präsentiert. In Bielefeld blieb man hingegen bei der ursprünglichen zeitlichen Einordnung der Stevenson-Novelle, setzte hier aber die Akzente zum Teil völlig anders. Die Reaktionen des Publikums (und die der Kritiker) waren bzw. sind in beiden Fällen euphorisch. Und jetzt ziehen auch die Saarländer nach. Am Saarländischen Staattheater gehen Jekyll und sein alter Ego ab 15. Dezember auf Konfrontation. In der Titelrolle: Mischa Mang. Als ”Lucy” riskiert Sanni Luis ein ”gefährliches Spiel”.
Quelle: Jürgen Heimann

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