From Broadway to Hollywood, Stadttheater Baden

Zu einem Konzert der besonderen Art lud das Stadttheater Baden am 29.9. Gemeinsam mit den Musicalstars Caroline Vasicek, Boris Pfeifer und Max Volt nahm die Crazy Hauer Big Band, unter der Leitung von Jürgen Tauber, das Publikum mit auf einen Streifzug durch die Welt des Broadway Musicals bis zu Filmsongs und aktuelleren Charterfolgen.

Die Sänger hatten es den ganzen Abend sehr schwer gegen das 20 Mann starke Orchester gesanglich anzutreten, da es, vor allem, wenn die Trompeten zum Einsatz kamen, sehr laut war. Zusätzlich gab es nur zwei gut funktionierende Mikros. Das dritte nicht wirklich verstärkend wirkende Mikro musste immer schnell und möglichst unauffällig getauscht werden.

Abgesehen von diesen kleinen technischen Problemen war es ein sehr interessanter Abend, der mit ”All that jazz” aus ”Chicago” eröffnet wurde. Während Max in einem cremefarbenen Anzug auftrat, hatte Boris einen dunklen Anzug an. Caroline im ersten Teil eine schwarze Hose mit langem goldglänzenden Oberteil, das sie im zweiten Teil durch ein schwarzes Kleid tauschte.

Auch wenn ein Titel ”Sing sing sing” hieß, durfte keiner der drei Sänger singen, da es wie z.B. auch ”Four Brothers”, ”Pink Panther Theme”, ”Flintstones” oder ”Against all odds” von Phil Collins ein Titel war, der nur für das Orchester bestimmt war.

Caroline Vasicek überzeugte das Publikum mit ”Stuff like that there” von Bette Midler, ”Big time”, einer schönen Komposition von Frank Wildhorn und ”Makin Whoopee”, aus dem Film ”Die fabelhaften Baker Boys”, den sie auf dem Klavier sitzend sang, auf das sie vorher von Boris Pfeifer gehoben worden war.

Pfeifer interpretierte ein sehr schönes ”Mr. Bojangles” mit kleinen Tanzschrittchen am Ende der Nummer. Seine Highlights waren aber zweifellos ”Back in town” von Matt Dusk, bei dem man am liebsten gleich mittanzen hätte wollen und ”Sex Bomb” (Tom Jones), bei dem er so richtig losfetzte und den Tiger raushängen ließ.

Als dritter im Bunde stand Max Volt auf der Bühne. Seine Solotitel waren u.a. ”Mack the knife” und ”She’s the one” von Robbie Williams. Bei ”Jump” von van Halen, in einer Version der besonderen Art, lebte Volt zu richtig auf und tobte auf der Bühne. Ein netter Einfall war das Orchester auch ”Jump” rufen zu lassen, was dieses sehr gerne tat.

Natürlich gab es auch Duette. So traten Caroline und Max mit dem witzigen ”Let’s call the whole thing off” aus ”Harry und Sally” auf und von Boris und Max gab es ”Me and my shadow” zu hören, bei dem man merkte, wie gern sich die beiden haben. Auf ihre Frage, ob sie den Schluss des Songs noch einmal singen dürfen, erteilte das Publikum gerne seine Erlaubnis. Das romantischste Duett kam von Boris und seiner Caroline mit ”Something stupid”, bei dem sie sich regelrecht anschmachteten. Besonders gelungen war der Song ”On broadway”, bei dem so richtig gute Stimmung aufkam und Max plötzlich das Schlagzeug bearbeitete, Caroline einen Schellenkranz in der Hand hatte und Boris fast vor lauter Euphorie vergaß seinen Shaker zu schütteln.

Mit dem Titel ”Home” von Michael Bublè hätte das Publikum nachhause geschickt werden sollen, aber natürlich forderte es noch Zugaben. Es bekam ein rockiges ”Crazy little thing called love”, ”Birdland” vom Orchester in memoriam Joe Zawinul und noch ein weiteres Mal ”On broadway” geboten.

Es war ein gelungenes Big Band Konzert, das viel zu schnell zu Ende war und ruhig noch öfter, als nur ein Mal auf dem Spielplan stehen hätte können.
Quelle: Andrea Martin

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