Unverständliche Recherchemethoden

Recherche ist schwer, aber nicht unmöglich – das habe ich oft genug bei meiner Arbeit an diesen Webseiten gesehen. Daß es anscheinend so manchen Redakteuren wohl schwerfällt oder vielleicht auch als unnötig angesehen wird, beweist mal wieder ein Artikel zur neuen Produktion “Phantom der Oper” von Raschen und Gerhartz.

Zu finden ist der Artikel unter:

www.echo-online.de/suedhessen/template_detail.php3?id=426906

(ich habe diesen Artikel archiviert)

Und besonders jener Absatz stößt mir persönlich auf:

“In der Neu-Inszenierung überzeugten die Darsteller und Sänger zweifelsohne, viele Titel des Originals wurden durch andere ersetzt, Titel aus klassischem Operetten- und Opernrepertoire wurden aufgenommen, welche die Inszenierung auch in sich rund machten. Doch die drei bekanntesten Lieder ”Das Phantom der Oper”, ”Die Musik der Dunkelheit” und ”Mehr will ich nicht von Dir” zu streichen, brachte nicht gerade tosenden Applaus beim Publikum.”

Meine Meinung dazu, die ich auf dem Magazin schrieb:

“Sehr geehrte Damen und Herren,

bezugnehmend auf Ihren Artikel zu der Inszenierung “Phantom der Oper” (http://www.echo-online.de/suedhessen/template_detail.php3?id=426906) möchte ich kopfschüttelnd mein Unverständnis über die wohl ungenügende Recherche ausdrücken. Wie man – nach einer kurzen Suche im Internet oder auch durch den Besuch der Webseite der Inszenierung (www.gastspiel-gerhartz.de) – leicht hätte erfahren können, handelt es sich bei dieser Inszenierung durchaus nicht um eine Neuauflage des Klassikers von Webber, sondern um eine komplett andere Inszenierung.

Ich frage mich auch, warum Webber immer als das Original gehandelt wird, wo doch sein Musical in großen Zügen leidlich wenig mit dem Roman von Gaston Leroux zu hat. Diese Inszenierung hält sich nun endlich einmal an die Vorlage, aber das wird leider nicht gewürdigt.

Das Fehlen der “Paradesongs” läßt sich übrigens auch durch die Tatsache erklären, daß Raschen nicht Webber ist – zum Glück. Warum das viele Zuschauer und auch Redakteure immer noch nicht verstanden haben, ist mir ein Rästel.

Mit freundlichen Grüßen,

Alexander Brock”

Auch meine Redakteurin schrieb unabhängig von mir:

“Sehr geehrte Damen und Herren,

ch beziehe mich mit meinem Eintrag auf einen Artikel vom 22.1.2007, geschrieben von Claudia Roth. In diesem Artikel (http://www.echo-online.de/suedhessen/template_detail.php3?id=426906) geht es um das Musical “Phantom der Oper” von Gastspiel Gerhartz.

Es ist mir unbegreiflich, warum dieses Musical mit dem Musical von Andrew Lloyd Webber verglichen wird, wo beide Musicals nichts miteinander zu tun haben, außer dem Titel. Eine kurze Recherche im Internet hätte Sie bemerken lassen müssen, daß dieses Musical ein völlig anderes ist, und daß deswegen die sogenannten “Paradesongs” fehlen, eben weil sie nicht in die Inszenierung von Raschen / Gerhartz gehören.

Warum immer wieder das Musical von Andrew Lloyd Webber als Vergleich herangezogen wird, ist mir rätselhaft.

Mit freundlichen Grüßen,

Christine Daaé”

Daß es auch anders geht, beweist jener Redakteur:

www.haendler-portal.net/index.php?site=news&news_ID=282

Und genau deswegen ist es mir unbegreiflich, warum ernsthafte Redakteure sich solche Fehler erlauben.
Quelle: Alexander Brock

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