Marzipan statt Whiskas: Die (Nasch-)CATSen trainieren für den Jellicle-Ball

Probenstart in Düsseldorf: Premiere am 17. April

65 Millionen Zuschauer in 26 Ländern der Erde haben die vermenschlichten Stubentiger seit der Uraufführung anno 1981 im Londoner Westend schon schnurren gehört. Nach Hamburg, Stuttgart und Berlin ist die NRW-Hauptstadt ihre vierte Station auf deutschem Boden. Und mit dieser Inszenierung wird zugleich ein neues Kapitel aufgeschlagen, das die Theaterlandschaft hier zu Lande wesentlich beeinflussen könnte. Es ist das erste Mal, das die Stage Holding und die durch den Düsseldorfer Impresario Thomas Krauth und seine Kollegin Andrea Friedrichs repräsentierte Capitol Event GmbH (”Miami Nights”, ”Das Mädchen Rosemarie”, ”Jekyll & Hyde”, ”Starlight Express”) gemeinsame Sache machen.

Sonst treten beide eher als Konkurrenten auf, im Falle der Mäusefänger hat man sich auf eine arbeitsteilige Zusammenarbeit verständigt. Die deutschen Statthalter der international agierende Theatre Company des Niederländers Joop van den Ende produzieren das Stück, die Düsseldorfer stellen das Theater und übernehmen den Ticketverkauf und das Marketing.

Der Premiere am 17. April vorgeschaltet sind mehrere Previews ab dem 13.4. Angedacht ist zunächst eine Laufzeit von sechs Monaten, wobei man sich die Option auf eine eventuelle Verlängerung offen hält. Die Veranstalter verweisen auf entsprechende Markterhebungen, wenn sie ihre Prognosen positiv formulieren. Im bevölkerungsreichsten Bundesland und in dessen Nachbarschaft gibt es offenbar noch genügenden Kundenpotenzial, das sich vor allem aus jenen rekrutiert, die zwar mit den beliebtesten Katzen der Welt sympathisieren, denen aber der Weg nach Hamburg, Stuttgart oder Berlin einfach zu weit war.

Viele bekannte Gesichter

Auf der Besetzungsliste tauchen zahlreiche bekannte Namen auf; viele der Künstler sind bereits einschlägig vorbelastet und trieben sich schon bei CATS in Stuttgart und/oder Berlin auf dem Schrottplatz herum. Das fängt bei Nadja Solovieva (Grizabella) an und hört bei Markus Giess (Mungojerrie), Daymon Montaigne-Jones (Tumblebrutus) oder Gido Schimanski noch lange nicht auf. Prominentester Kater in dieser Runde ist sicherlich John Partridge, der den ”Rum Tum Tugger” zuletzt auch in Berlin gespielt hat und von dem nicht wenige sagen, er sei bislang der beste in dieser Rolle gewesen. Ihm dürfte die Spielstätte in der Erkrather Straße noch aus seligen ”Rent”-Tagen in guter Erinnerung sein. Ihre Krallen fahren ferner Ralf Schaedler, der Jimmy-Miller-Strahlemann von ”Miami Nights” als ”Skimbleshanks”, und Claus Dam (Jekyll & Hyde) als ”Gus”/Growltiger” aus. Und ein Wiedersehen nach langer Zeit gibt es am Rhein schließlich mit Maaike Schuurmans. Die stimmgewaltige Niederländerin, die in Deutschland seit ”Joseph” in Essen, wo sie als Erzählerin mit von der Partie war, ”Tanz der Vampire” in Stuttgart (Magda) bzw. Mozart in Hamburg (Baronin von Waldstätten) noch viele Bewunderer hat, mischt im Capitol als ”Jelly/Griddlebone” mit. JÜRGEN HEIMANN
Quelle: Jürgen Heimann

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