Helen Schneider und Yngve Gasoy-Romdal stehen wieder gemeinsam auf einer Bühne

Am 20. August feiern die beiden Künstler bei einer große Musical-Gala im mittelhessischen Herborn Wiedersehen

Seit Niedernhausen ist viel Wasser den Rhein und die Dill hinunter geflossen. Helen Schneider, die sich heuer eher “als Schauspielerin, die auch singt” versteht, hatte sich damals schon als Rock- und Bluesröhre international einen Namen gemacht und war auf der Suche nach neuen Herausforderungen; Sunset Boulevard war ihr erster großer Ausflug in die Welt des Musik-Theaters, dem weitere folgen sollten. Mit “Evita” in Bad Hersfeld konnte sich die US-Amerikanerin endgültig als Musical-Star etablieren. Drei Jahre hintereinander begeisterte sie in der Stiftsruine der osthessischen Stadt die Massen. Inzwischen feiert Helen Schneider mit ihrem Solo-Programm “A voice and a piano” europaweit Erfolge.

Ihr smarter Bühnen-Lover aus seligen Sunset-Tagen hatte mit der Rolle des Joe Gillis hingegen erst den Grundstein für seine steile Karriere gelegt. Mittlerweile zählt Yngve Gasoy-Romdal hier zu Lande zu den gefragtesten und beliebtesten Darstellern schlechthin. “Mozart” in Wien und Hamburg, “Jekyll & Hyde” in Köln sowie “Jesus Christ Superstar” in Hersfeld (als solcher ist der Publikumsliebling auch in der Saison 2004 wieder zu sehen) waren weitere Meilensteine auf seinem steilen (und steinigen) Weg nach oben. Und seinen Zenit scheint der charismatische Künstler aus dem Land der Fjorde längst noch nicht erreicht zu haben.

Die Aussicht, nach all den Jahren wieder einmal ein “gemeinsames Ding” drehen zu können, war für beide verlockend und ließ alle terminlichen Hürden schrumpfen. Treibende Kraft hinter dem Projekt ist der Herborner Florian Seibel, der als Regisseur und Musikalischer Leiter schon für verschiedenste Produktionen im In- und Ausland tätig gewesen ist. Er fand in den hiesigen Heimatspielern begeisterungsfähige und kompetente Partner, zumal die auch einen entsprechenden Anlass beisteuern konnten. Die Eröffnung der Kulturscheune. Und da kam eine große Musical-Gala wie diese als “Knaller” gerade recht.

Von Sondheim bis Porter

Bei dem rund zweistündigen Konzert (Vorprogramm inklusive) am 20. August handelt es sich um eine Open-Air-Veranstaltung, die im Hof der neuen Kulturstätte stattfindet. Motto: “The Love für Music”. Der Untertitel “Musical Extravaganza” lässt erahnen, dass die Besucher hier nicht das gängige, musical-ische Einerlei erwartet, wie es normalerweise bei Galas aufgetischt wird. Einige rare Besonderheiten und klangvolle Kleinode dürfen und müssen es schon sein. Natürlich lassen es sich Schneider rund Gasoy-Romdal nicht nehmen, Ausschnitte aus ihren großen Erfolgen zu präsentieren. Daneben stehen Kompositionen von Stephen Sondheim, Peter Simon, Brel, Cole Porter und Stephen Flaherty auf dem Programm. Ein elfköpfiges Orchester unter der Leitung von Christoph Wohlleben, der ja auch bei den Festspielen in Bad Hersfeld am Dirigentenpult steht, sorgt für den guten Ton.

Der Kartenvorverkauf hat inzwischen begonnen. Tickets zum Preis zwischen 24 und 36 Euro können unter der Hotline (01805) 101414 oder im Internet unter www.ticketcorner.de geordert werden. Weitere Infos unter www.herborner-heimatspiele.de

JÜRGEN HEIMANN
Quelle: Jürgen Heimann

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