Hardy schwingt die Peitsche, Petra Constanza gibt ihm Saures

„Kiss me, Kate“ im Bremer Musical-Theater : Premiere am 15. November

Cole Porters genialer Klassiker ist nicht tot zu kriegen und zählt fast 60 Jahre nach seiner Uraufführung auch in der Republik des deutschen Michels immer noch zu den am meist gespieltesten Musical-Comedys. Und jetzt läßt auch das Bremer Theater bei Shakespeare nachschlagen. Kiss me, Kate! Am 15. November wird das Eröffnungskapitel aufgeblättert. Der Premiere vorgeschaltet ist am Abend zuvor eine Preview-Vorstellung. Schauplatz der turbulenten Ereignisse: das Musical-Theater im Richtweg, das dem Theater der Weserstadt während der Zeit seiner Modernisierung als Ausweichstätte dient.

Traumpaar im Clinch

Für die Doppelrolle des Fred Graham/Petruccio haben die Hansestädter keinen Geringeren als ”Altmeister” Hardy Rudolz gewinnen können, der ”nebenbei” auch für die peppige Choreografie verantwortlich zeichnet. An seiner Seite agiert Petra Constanza als Kate und Lilli Vanessi. Die beiden Künstler hatten in der Saison 2002 ihr Publikum in der Frankfurter Komödie mit dem gleichen Stück hingerissen. Ein Traumpaar, fürwahr.

Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Florian Ludwig, Regie führt in Bremen Helmut Baumann, der daselbst schon mit ”Cabaret” und ”My Fair Lady” zwei große Erfolge hat landen können und als Ganove selbst auf der Bühne stehen wird. Die hiesige Produktion orientiert sich an der 1999 von Don Sebesky für den Broadway neu bearbeiteten Fassung, die sich vor allem durch ihre ausgesprochen witzig-kommentierende Instrumentation auszeichnet. ”Kiss me, Kate” gilt als Musterbeispiel für eine intelligente wie unterhaltsame musikalische Bearbeitung einer literarischen Vorlage. In diesem Fall ist stand Shakespeares ”The Taming of the Screw” (Der Widerspenstigen Zähmung) Pate. Es geht um das Theater im Theater. Die Partitur strotzt nur so von intelligenten, hit-trächtigen Einfällen, und das gilt auch für das mit vielen raffinierten Wortspielereien gespickte Libretto.

Das Käthchen knutscht bis zum 25. Januar

Weitere Vorstellungen nach der Premiere sind am 16. und 22. November. ”Kiss me, Kate” wird an angesuchten Terminen bis einschließlich 25. Januar gespielt. Die Karten kosten je nach Veranstaltungstag und Platzkategorie zwischen 16 und 50 Euro und können unter (0421) 3653 333 sowie im Internet (www.bremertheater.com) geordert werden. JÜRGEN HEIMANN
Quelle: Jürgen Heimann

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