Das “Saturday Night Fever” bricht wieder aus – Mehrmonatige Gastspiele in München und Basel

Comeback für Tony M. – Der Disco-King als Stehaufmännchen
In Kölle am Rhein hatte das von den unsterbliche Hits der Bee Gees angetriebene Tanzmusical den Hausherren drei Jahre lang Abend für Abend ein (meist) volles Auditorium beschert. Die choreografische Orgie wurde unter anderem mit dem ZDF-Publikumspreis ausgezeichnet und wucherte ungeniert mit ihren Pfunden: den mitreißendsten Massentanzszenen, die bis dato auf einer deutschen Bühne zu sehen waren.

Doch der geplante Umzug nach Berlin ins Theater am Potsdamer Platz zerschlug sich – auch im Sog der Stella-Pleite. An der Spree hielten als Nachfolger des buckligen Quasimodos aber schließlich die CATSen Einzug, die, aus Stuttgart kommend, im Gegenzug ja eigentlich im Düsseldorfer Capitol schnurren sollten. So hatten es die SNF-Produzenten Michael Brenner und Thomas Krauth ursprünglich mit dem großen Partner, dem mit den beiden schwarz-weißen Sternen im Logo, vereinbart. Doch selbige, die Sterne, sind verblasst, Stella wurde vom Insolvenz-Geier aufgefressen und ist längst Geschichte. Auf der Stecke, welch “Tragedy”, blieb der Tanzboden-Casanova. Er wurde erst einmal stillschweigends eingemottet. An seiner Statt kam nach einem weihnachtsgeistlichen Zwischenspiel das doppelte Lottchen – Jekyll & Hyde.
Stehaufmännchen: Tony Manero bekommt eine neue Chance. Ab nächstes Jahr soll das “Saturday Night Fever” die Musicalfans in München und Basel anstecken. Unser Foto zeigt Peter Johansson, der zuletzt im Kölner Musical-Dome den weißen Angeberanzug und die “Boogie Shoes” getragen hatte. Foto: Jürgen Heimann

“Stayin’ Alive”

Jetzt gibt es, Stayin’ Alive, ein Comeback für den edel-gestylten italo-amerikanischen Nurejew-Verschnitt aus den mittleren 70-ern. Ab Sommer nächsten Jahres soll das “2001 Odyssee” dem Hofbräuhaus Konkurrenz machen. “2001 Odyssee” heißt der Schüttelschuppen, in dem der Fred Astaire von Brooklyn und seine Clique die Samstagnächte durchschwofen. Zunächst drei Monate lang soll das “Fieber” in der bajuwarischen Landeshauptstadt (im Zelt des Circus Krone) grassieren und dann auf Basel übergreifen, wo dann ein ebenso langes Gastspiel ansteht. Schuss mit lustig wird aber auch dann noch nicht sein. Die Verhandlungen über weitere Tourneestationen in Deutschland und dem europäischen Ausland laufen noch.

Auditions im November

Walter Schwab ist in diesen Tagen damit beschäftigt, eine geeignete, mobile Bühne für den glamourösen Feldzug zu entwickeln. Bei und an der Ausstattung soll schließlich nicht gespart werden. Der Mann hatte bereits die Bühne für “Miami Nights” konstruiert. Derweil sind die Produzenten auf der Suche nach einem geeigneten Ensemble. Die Auditions sind für den 10. November in Düsseldorf, den 17. November in München und den 24. November in Berlin angesetzt. Probenbeginn soll im Mai 2004 sein. Get the fever! JÜRGEN HEIMANN
Quelle: Jürgen Heimann

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